Seit Tagen bemüht sich auch der LCGB, Klarheit im Dossier Schlecker Luxemburg zu schaffen und versuchte deshalb, eine Dringlichkeitssitzung mit der Firmenleitung der deutschen Drogeriekette, die am Montag Insolvenzantrag gestellt hatte, zu bekommen.
Die Schlecker-Geschäftsleitung hat gestern nun Kontakt mit dem christlichen Gewerkschaftbund aufgenommen und auf Anfrage hin bestätigt, dass die Löhne für den Monat Januar ausbezahlt werden. Über die mittel- und längerfristige Zukunft der 28 Schlecker-Geschäfte in Luxemburg (etwa 120 Beschäftigte) herrscht allerdings nach wie vor Unklarheit.
Schlecker zufolge sollen die ausländischen Filialen zwar nicht von der Insolvenz in Deutschland betroffen sein, dem trauen die Gewerkschaften in Luxemburg allerdings nicht.
Dringlichkeitssitzungam 3. Februar
Laut LCGB soll es am 3. Februar nun zu einer Dringlichkeitssitzung mit der Firmenleitung kommen.
Auch der OGBL hat in den letzten Tagen Druck aufgebaut: Nach einem ersten Kontakt zwischen dem OGBL-Syndikat Handel und der für Luxemburg zuständigen Vertreterin der Schlecker-Geschäftsleitung, wird demnächst ein Treffen zwischen den Gewerkschaften, der Handelsföderation CLC und der Schlecker-Geschäftsleitung stattfinden, wie die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung schreibt.
Der OGBL hatte Arbeitsminister Nicolas Schmit (LSAP) am Donnerstag gebeten, eine dringliche Dreiersitzung zwischen dem Arbeitsministerium, der Handelsföderation CLC und den Gewerkschaften einzuberufen.
CLC sagt Unterstützung zu
Falls es trotz aller Anstrengungen seitens der Geschäftsleitung zu einem Konkurs von Schlecker-Luxemburg kommen solle, müsse proaktiv dafür gesorgt werden, dass die Beschäftigten aufgefangen werden und neue Jobs vermittelt bekommen, bevor sie in die Arbeitslosigkeit abrutschen, so die Auffassung des OGBL.
Die CLC habe der Gewerkschaft bereits zugesagt, dass in einem solchen Fall mit deren voller Unterstützung zu rechnen sei.
‹
Auswirkungen der Insolvenz von Schlecker auf Luxemburger Geschäfte - Noch immer Unklarheit



