Leudelange - Noch mehr Schwerverkehr durch staatliche Bauschuttdeponie?

Lieber Fußballstadion als Schutthalde!

veröffentlicht am 28.01.2012

Lieber Fußballstadion als Schutthalde!

Eingangs der vorgestrigen Sitzung des Gemeinderates von Leudelingen ließ Bürgermeister Rob Roemen anklingen, dass staatlicherseits die Absicht besteht, in Leudelingen eine Bauschuttdeponie einzurichten. Die Schutthalde soll auf einem Areal hinter dem Fachmarkt Steinhäuser in Richtung Zessingen, im Südwesten der Stadt Luxemburg, entstehen. Hier sollen alljährlich 4,8 Millionen Kubikmeter Bauschutt innerhalb einer Zeitspanne von 7,2 Jahren abgelagert werden. Der für dieses Projekt zuständigen Verwaltung, so Roemen, obliege es, die Landbesitzer zum Verkauf ihrer jeweiligen Parzellen zu bewegen.

Die Gemeinde hätte es vorgezogen, wenn anstatt der Schutthalde hier ein Fußballstadion errichtet worden wäre. Außerdem befürchtet sie eine massive Zunahme des Lkw-Verkehrs, eine zusätzliche Belastung, die man der Leudelinger Bevölkerung nun wirklich nicht zumuten könne. Der Rat müsse innerhalb von drei Monaten über das Projekt befinden und dem zuständigen Ministerium eine schriftlich fundierte Entscheidung zukommen lassen. In der nächsten Gemeinderatssitzung, so der Bürgermeister, gedenke man in aller Ausführlichkeit darauf einzugehen.

Hochspannungsmasten: Gefahr für die Anwohnerdes „Schleiwenhaff“

Weiterhin war zu erfahren, dass ein notarieller Tauschvertrag mit der Firma Felix Giorgetti, der wegen eines Formfehlers vertagt worden war, nun den verlangten Kriterien entspricht und einstimmig von den Ratsmitgliedern angenommen wurde.

Eile sei bei der Errichtung eines Alten- und Pflegheims (CIPA) an der Villa Eugénie geboten, so Rob Roemen. Deshalb habe man sich mit dem Präsidenten einer Pflegeeinrichtung getroffen, um über die Modalitäten zur Durchführung der Arbeiten zu diskutieren. Es sei nun Aufgabe der Gemeinde, entsprechende Vorschläge auszuarbeiten und auf den Tisch zu legen.

Das Wasserwirtschaftsamt ließ wissen, dass die Hochspannungsmasten der SOTEL-Fernleitung in Höhe des „Schleiwenhaff“ ständig von Nässe und Regen unterspült würden. Die dortigen Anwohner, so Roemen, hätten bereits eine Petition hinsichtlich des Abrisses der Strommasten, sowie der unterirdischen Verlegung der Hochspannungsleitung erstellt. Sie befürchten, dass die Leitungsmasten eines Tages kippen und großen Schaden anrichten könnten. Alle Räte waren sich eins darüber, dass der Stromversorger SOTEL hier seiner Verantwortung nachkommen muss.

Neue amtierende Gemeindesekretärin

Im Anschluss an diesen informativen Teil ging man zur eigentlichen Tagesordnung über. Unisono zeigten die Ratsmitglieder sich damit einverstanden, dass Adelina Demurkalj, die vor Kurzem ihr Redakteursexamen bestanden hat, während der Dauer des Disziplinarverfahrens gegen den formalen Gemeindesekretär Patrick A., dessen Funktionen wahrnimmt. Der bisher amtierende Sekretär Marc Schmit wird in seinem früheren Wirkungsbereich zurückkehren.

Zudem wurde beschlossen, eine Person zur Verstärkung des Einwohneramtes befristet einzustellen. Nach der öffentlichen Sitzung wurde über diesen Punkt abgestimmt.

In einem geheimen Votum wurden diverse Änderungen an der Zusammensetzung der beratenden Kommissionen vorgenommen.

„Night Rider“rettet Leben

Eine Konvention mit der Firma Sales Lentz in Sachen „Night Rider“ fand die Zustimmung aller Räte. Viele Unfälle hätten seit der Einführung dieses Busses bereits vermieden werden können, so Rat Pablo Ramirez. Die Jugendlichen würden unter der Obhut eines erfahrenen Fahrers bis zu ihrer Haustür befördert, ein Service, der doch erheblich zur nächtlichen Ruhe der Eltern beitrage. Die für die Sicherheit der jungen Leute investierten Zuschüsse sollten hier wirklich keine Rolle spielen. Deshalb ist es auch Bürgermeister Rob Roemen völlig unverständlich, dass sich verschiedene ProSud Gemeinden nicht diesem Dienst anschließen.

Vierteljährlichzahlbare Schulgebühren

Die Schulgebühren der Gemeinde Leudelingen für nicht ansässige Kinder belaufen sich auf 450 Euro jährlich. Auf Anfrage der betroffenen Eltern hin, sollen die Kosten in Zukunft pro Trimester von der Kommune in Rechnung gestellt werden. Der Vorschlag wurde ohne Gegenstimme angenommen.

Gleiches galt für die Einführung eines neuen Arbeits- und Überwachungskonzeptes im Kultur- und Vereinsbau „An der Eech“. Eine langjährige Erarbeitung, so der Bürgermeister, sei der Fertigstellung dieses Dokumentes vorangegangen.

Zu guter Letzt wurde dann auch noch der Ratifizierung der Konvention mit der „Maison Relais“für 2012 einheitlich zugestimmt.

› Gast. Speck