„Alkohol eng verstoppte Gefor“

veröffentlicht am 18.02.2012

„Alkohol eng verstoppte Gefor“

Die Karnevalszeit ist oftmals eine Zeit von exzessivem Alkoholkonsum. Durch Gruppendruck und öffentliche Ereignisse verstärkt, ist es für Jugendliche oft schwierig, den Mittelweg zu finden zwischen dazugehören, angeheitert und völlig betrunken zu sein. Gerade für junge Menschen endet der Fasching deshalb oft in Trinkgelagen oder gar in einer komatösen Bewusstlosigkeit. Je jünger der Konsument, desto höher sind die gesundheitlichen Risiken und die Gefahr einer späteren Alkoholabhängigkeit.

Zwar liegt es im natürlichen Wesen von Jugendlichen, Grenzen auszuprobieren, jedoch fällt mit steigendem Alkoholpegel auch die Scheu vor Aggressivität, Gewalttätigkeiten und somit vor strafbaren Handlungen.

Der Gesetzgeber hat klare und unmissverständliche Grenzen gezogen. Alkoholische Getränke dürfen weder an Kinder noch an Jugendliche unter 16 Jahren abgegeben werden, wie der Pressedienst der Polizei in einer Mitteilung unterstreicht.

Erwachsene gefordert

Zum Auftakt der tollen Tage richtet die Polizei deshalb einen Appell an alle Erwachsenen, auf die Kinder und Jugendlichen in ihrem Umfeld zu achten.

Eine besondere Verantwortung kommt dabei in erster Linie den Eltern, den Gastwirten und den Verkäufern in Tankstellen und Geschäften zu. Aber auch die Ausrichter der Faschingsumzüge sind in vollem Maße mitgefordert.

Die regionale Polizeidirektion aus Diekirch mit ihrer Abteilung für Kriminalprävention macht in Zusammenarbeit mit den Schülern einer 2e-E-Klasse des „Lycée classique“ aus Diekirch mit einem Plakat auf die Gefahren des Alkoholmissbrauchs aufmerksam.

Verstärkte Verkehrskontrollen während der Karnevalszeit

Darüber hinaus und wie bereits in den vergangenen Jahren, wird die Polizei während der Karnevalszeit Verkehrskontrollen durchführen, Schließungsstunden der Gastwirtschaften überwachen und verstärkt Präsenz bei lokalen oder regionalen Veranstaltungen zeigen.

So führte die Polizei bereits gestern Morgen zwischen 2.45 und 7.00 Uhr eine Alkoholkontrolle in Luxemburg-Stadt (rue Raiffeisen, rte d’Esch, Pénétrante Sud zwischen dem Tunnel Albert Bousser und dem Kreisverkehr Gluck, rue des Scillas) durch, dies auf Anfrage des Staatsanwaltes.

188 Autofahrer wurden einem Atemluftest unterzogen. Bei dieser Gelegenheit wurden zwei gebührenpflichtige Verwarnungen und acht Protokolle aufgrund von zu hohem Alkoholkonsum errichtet. Gleich fünf Führerscheine wurden gestern Früh eingezogen.

Auch in den kommenden „närrischen“ Tagen sind weitere Verkehrskontrollen seitens der Polizei vorgesehen. ‹