REMICH
PATRICK WELTER

Aus dem Busbahnhof in Remich wird ein futuristisches Informationszentrum für Mosel-Gäste

Noch weiß man nicht so recht, was aus dem hölzernen Tragwerk wird, aber dass es kein traditioneller Fachwerkbau wird, verraten schon die vielen Balkendreiecke und die nach außen ragende Konstruktion. Die farbige Zeichnung am Bauzaun verspricht aber ein Stück spektakuläre Architektur.

Hier, wo noch bis vor ein paar Monaten ein hässliches Exemplar 1960er-Architektur, der so genannte „Gare routier“, Touristen eher verschreckte als anzog, wird sich nun einiges dramatisch wandeln.

Gestern feierte die Stadt Remich Richtfest oder Straußfeier für das neue Tourismuszentrum, das den alten Busbahnhof ersetzt.

Der Remicher Busbahnhof wird übrigens in die Nähe des alten Fußballplatzes umziehen. In dem neuen Tourismuszentrum, entworfen vom Architekturbüro Valentiny, sollen die regionalen Tourismusverbände, ein Regionalladen mit dem Schwerpunkt Wein, die Fluss-Reederei „Navitours“, aber auch das Fahrgastschiff „Princesse Marie Astrid“ und der Fahrradverleih „Rent-a-bike“ unter einem Dach zusammenarbeiten und so die touristischen Kräfte an oberen luxemburgischen Mosel bündeln.

Umgestaltung nach zwei Generationen

Remichs Bürgermeister Kox betonte, dass die „Esplanade“ seit 1964 zwei Generationen gedient habe, es jetzt aber an der Zeit sei, sie umzugestalten. Sonnenschein alleine reiche heute als Marketingargument für Remich nicht mehr aus. Mit der neuen Esplanade, die zu 90 Prozent vom Staat subventioniert wird, kommt auch ein so genannter Linienschutz gegen Hochwasser. Das neue Tourismuszentrum wird Ende September seine Türen für das Publikum öffnen.