LUXEMBURG
ML MIT DPA

Noch nie war die Produktion von Videos einfacher und günstiger als heute

Nie war es leichter und billiger, eigene Videofilme zu drehen: Fotokameras mit Videofunktion, Camcorder oder Smartphone sind nicht mehr nur preisgünstige Alternativen - sie produzieren mittlerweile Videobilder in guter Qualität. Aber Achtung: Man sollte seine Kamera und vor allem deren technische Grenzen kennen, um sich auf dem Weg zu einem guten Heimvideo nicht zu verrennen.

Wer seine Ausrüstung kennt, weiß schon vor dem Dreh, welche Filmeinstellungen möglich sind und was gar nicht umzusetzen ist. Das sieht auf dem großen Bildschirm später nicht gut aus, vor allem dann, wenn unpräzise Einstellungen nachgebessert werden. Der Trick für Abwechslung ist die gute Mischung verschiedener Perspektiven.

Ruhig etwas wagen

Ein Beispiel: Eine Personengruppe wird zunächst als Totale gefilmt, dann einzelne Personen in Naheinstellungen. Wer ungewöhnliche Perspektiven wagt, gewinnt. Ruhig auch mal auf den Boden legen. Wichtig ist, bereits im Vorfeld daran zu denken, was hinterher herauskommen soll. Eine Möglichkeit ist, zu überlegen, was das erste Bild im Film sein soll und wie der Schluss gedreht werden kann.

Es muss nicht immer ein fertiger Film sein

Die Filmerei ist einfacher geworden und bietet die schnelle Produktion für jedermann. Das liegt auch an den immer besseren Smartphonekameras. Sie liefern Videomaterial in HD-Auflösung und regeln Dinge wie Schärfe, Blende oder Weißabgleich automatisch. Meistens werden Hobbyfilmer nur von ihren eigenen Erwartungen gebremst.

Anfänger können etwa mit drei kurzen Einstellungen hintereinander beginnen. Das kann mit einer totalen Einstellung das Gesamtgeschehen zeigen, mit einer halbnahen oder Detailaufnahme aber auch Einzelheiten, die der Zuschauer in der Großaufnahme gar nicht sieht. Auch sogenannte „Gegenschüsse“, also Einstellungen, die mit der eigentlichen Szene nicht direkt in Zusammenhang stehen, können Abwechslung in den Film bringen. Das können neutrale Bilder wie Gebäude oder Gegenstände sein. Alle Einstellungen filmt man am besten so, wie es einem selbst gefällt. Wichtig ist es, dabei den Spaß nicht zu verlieren, denn die Produktion von Filmen ist aufwendig und zeitintensiv.

Der Rat für Anfänger: Klein anfangen

Schrittweise vorgehen. Mit kleinen Filmen und einfachen Einstellungen sollten Anfänger starten und das produzierte Stück ansehen oder sogar ins Netz laden. Menschen haben Schwierigkeiten, in bewegten Bildern zu denken. Wichtig für das Video im Vorfeld ist es auch zu klären: Wer schaut sich den Film an, und was möchte ich damit aussagen? Dann wird es relativ leicht, ein eigenes Video umzusetzen.

Zweiter Tipp: Auf Zoom-Funktion verzichten

Ran an das Motiv. Kein Zoom sondern einfach sehr nah an das Motiv herangehen. Das schafft zusätzliche Abwechslung.