LUXEMBURG
PIERRE WELTER/JSF

In der Nacht vor dem Nationalfeiertag 2015 haben Mitglieder der Künstlergruppe „Richtung 22“ Sprüche mit Sprühkreide auf den Asphalt vor der Philharmonie gemalt. Nun ist das Urteil gefallen. Die vier Männer wurden am Montagmorgen für das Beschmutzen von Gebäuden jeweils zu einer Strafe von 200 Euro verurteilt.

Die Mitglieder der Gruppe hatten damals unter anderem eine neue Version der luxemburgischen Nationalhymne auf den Asphalt gesprüht. Es sollte ein künstlerisches und politisches Statement als Reaktion auf das Resultat des Referendums vom 7. Juni 2015 sein.

Mit dieser Aktion wollten die Aktivisten dem Großherzog, dem Premierminister und den anderen geladenen Persönlichkeiten, die am Vormittag des Nationalfeiertags dort vorbeiziehen sollten, zeigen, was sie von ihrem Heimatland und vom Ausgang des abgehaltenen Referendums zur Verfassungsreform halten.

Doch die Künstler wurden von Polizisten auf frischer Tat ertappt. Das unfertige Kunstwerk wurde von der Feuerwehr entfernt.