LUXEMBURG
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Luxemburgisches Rote Kreuz im letzten Jahr besonders in der Flüchtlingsbetreuung aktiv

Die Lebensbedingungen der Schwächsten unserer Gesellschaft verbessern“, unter diesem Motto engagierte sich das Rote Kreuz 2015 in den vier Bereichen Gesundheit, soziale Aktion, Jugend und internationale Hilfe. Aufgrund der internationalen Flüchtlingsproblematik war die Abteilung „Migrants et Réfugiés“ des Roten Kreuzes im vergangenen Jahr besonders gefordert, wie bei der Präsentation des Jahresbilanz 2015 des luxemburgischen Roten Kreuzes unterstrichen wurde. Die Abteilung dient als Anlauf-, Informations- und Begleitstelle für Migranten, insbesondere für Personen, die einen Antrag auf internationalen Schutz stellen, dies während ihres gesamten Aufenthalts in Luxemburg. In der Regel werden die Anträge auf internationalen Schutz vom „Office Luxembourgeois de l’Accueil et de l’Intégration“ (O.L.A.I.) bearbeitet, das die Antragssteller dann an das Rote Kreuz weiterleitet.

Der Abteilung „Migrants et Réfugiés“ des Roten Kreuzes obliegt die Leitung von fünf Asylantenheimen:

- Das „Foyer d’accueil Lily Unden“ in Luxemburg-Limpertsberg ist ein Erstauffangzentrum für alle, die einen Asylantrag in Luxemburg stellen. Das Zentrum kann bis zu 120 Personen aufnehmen.

- Beim „Foyer Eich“ handelt es sich um ein Asylantenheim für Familien mit besonderen Bedürfnissen sowie für unbegleitete Jugendliche. Das Gebäude wurde dem Roten Kreuz von der „Fondation Félix Chomé“ zur Verfügung gestellt. In diesem Gebäude, das Platz für 60 Personen bietet, ist auch die Abteilung „Migrants et Réfugiés“ des Roten Kreuzes, in der zur Zeit 46 Personen beschäftigt sind, angesiedelt.

- Das „Foyer Félix Schroeder“ in Redingen, das Foyer in Bartringen sowie das Foyer in Berg sind Asylantenheime für Frauen mit oder ohne Kinder.

Was nun das Monopol-Gebäude betrifft, so entspricht das Gebäude nach Meinung der Rot Kreuz-Verantwortlichen nicht den gängigen Unterbringungs-Standards. Nun trägt man sich mit dem Gedanken, das Creos-Gebäude in Mersch so umzubauen, dass Flüchtlinge hier aufgenommen werden können. Creos ist ja bekanntlich nach Rost umgezogen.

Seit jeher sind die Hilfe und der Einsatz für Migranten ein Anliegen des Roten Kreuzes: 2004 wurde die Abteilung „Migrants et Réfugiés“ ins Leben gerufen, um besser auf die Bedürfnisse dieser Menschen eingehen zu können.