RONALD MORDICONI

Vor knapp zwei Wochen, am vergangenen 2. September gründete sich die „Fräi Ökologesch-Demokratesch Partei“. Wo die Idee für die neue Bewegung herkommt und welche Ziele sie verfolgt, erklärt uns der Parteivorsitzende Ronald Mordiconi.

„Die Idee wurde in Gesprächen geboren zwischen einem halben Dutzend Leuten, die sich gerne mit Politik befassen und bereits einige Erfahrung in anderen Parteien gesammelt haben. Ich zum Beispiel war lange Zeit bei der Kommunistischen Partei tätig und danach bei ‚Déi Lénk‘, andere Komitee-Mitglieder waren eine Zeit lang bei der ‚Sozial Demokratesch Vollekspartei‘ engagiert. Aber keiner der fünf Gründungsmitglieder hat sich in diesen Bewegungen so richtig wiedergefunden und so haben wir beschlossen, etwas Neues zu gründen.

Was uns am stärksten eint, das ist der Erhalt der Freiheit eines jeden Bürgers und dessen demokratische Beteiligung an den politischen Entscheidungsprozessen, sowie der Erhalt der Umwelt und das Bestreben für eine sozial gerechtere Gesellschaft. Aus diesen Überlegungen ergab sich der Name unserer Partei, in deren Logo ein Baum zu sehen ist. Denn wir Menschen haben es in der Hand, unsere Umwelt zu schützen.

Wir sind überzeugt, dass Luxemburg eine klimafreundliche, schadstoffarme sowie eine freie, saubere, sichere und dauerhafte Energiepolitik braucht und werden daran arbeiten. Wir sind gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel und setzen uns für einen einen freien Zugang zu sauberem Wasser und den Grundnahrungsmitteln ein.

Wir sind ferner gegen die Herrschaft des Reichtums, für einen starken Mittelstand und für ein gerechteres Sozialsystem. In diesem Sinne vertreten wir auch die Meinung, dass der Staat Eltern unterstützen muss, die ihre Kinder selbst erziehen.

Dass die Kinder unsere Zukunft sind, wird wohl jeder unterschreiben. Wir müssen deshalb dafür sorgen, dass sie eine starke Allgemeinbildung genießen und unser Bildungssystem besser wird.

Auch die Einwanderungspolitik sollte sich verbessern. Wir wollen deshalb Integrationskurse zum Verständnis, wie das Leben in Luxemburg funktioniert, das Erlernen der luxemburgischen Kultur, Sprache und Geschichte in den Schulen von Anfang an fördern, da wir der Meinung sind, dass eine gemeinsame Kultur und Sprache die Grundlage für ein gutes Zusammenleben sind. Wir respektieren die Kultur eines jeden Bürgers, solange sie sich nicht gegen das demokratische Recht und die europäischen Werte stellt.

Wir sehen uns als Partei der politischen Mitte und wollen in den kommenden Monaten unser Programm verfeinern und mit unseren Mitbürgern diskutieren. Bei Wahlen antreten wollen wir allerdings erst, wenn dieser Prozess abgeschlossen ist.“