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Opgepikt
Experten
29.07.2010
In der Erzbistumszeitung (CSV) beklagte sich gestern ein mit allen mono-, bi-, tri-, multi- und retipolaren Wassern gewaschener Leitartikler aus dem hohen Norden gar bitterlich, dass eben dieser Norden „oft vergessen“ werde. Das ist zwar nicht „analog zum nachhaltigen Retinitäts-Sollprinzip“ (wie selbiger Leitartikler einmal in einem früheren Leitartikel leitartikelte), sollte einem aber doch zu denken geben, geht es hier doch „um eine immense nordische Bereicherung der nordischen Kultur des Alten Kontinents“ sowie „mithin auch um eine kulturelle Brücke über den Atlantik hin nach Amerika“, wie der „Wort“-Leitartikler weiter leitartikelte, der damit übrigens den Reykjavik-Beitritt zu Brüssel im Visier hatte.
Eine (fast) täglich erscheinende Esch/Alzetter Gewerkschaftszeitung (LSAP) hat da ganz andere Probleme, denn hier, wo man gemeinhin nur den eigenen Außenminister basht, grün-und-blau-ärgerte sich dieser Tage ein Leitartikelschreiber gar deftig über den LSAP-Wirtschaftsminister, der sich bei dem ganzen Krisenbewältigungsdings allzu arg auf Experten berufe. „Wichtiger als Expertenwissen“ erscheint dem Leitartikelmann nämlich „der gesunde Menschenverstand“; „alleine die Annahme von Minister Krecké, es könnten unmöglich alle Experten unrecht haben, nur weil sie Fachmänner oder -frauen sind, zeugt davon, wie weit die Politiker die Politik bereits aus der Hand gegeben haben“. Dem Minister gibt das „Tageblatt“ dann freundlicherweise auch noch ein Zitat von Ex-Franzosenchef Pompidou mit auf den Weg, nach dem ein Ruin drei Ursachen haben könne: „Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten“. Ministermensch Krecké wird sich freuen... › St.