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Im Vorfeld des „Bretzelsonndeg“
„Bretzel“-Umzug durch die Straßen der Hauptstadt
10.03.2010
Beim Brezelsonntag (lux.: „Bretzelsonndeg“, oder: „Bratzelsonndeg“) handelt es sich um eine typisch luxemburgische Ostertradition: Zu Halbfasten schenken die Jungen einem Mädchen, das sie mögen, ein süßes, dekoriertes Gebäck in Brezelform. Wenn das Mädchen den Jungen auch mag, gibt sie ihm am Ostersonntag ein Schokoladenei zurück. In Schaltjahren wird die Reihenfolge umgekehrt: Die Mädchen verschenken die Brezeln, die Jungen das Osterei. Eine Tradition, die auch von verheirateten Paare ausgeführt wird.

Die mit Brezeln herausgeputzte Zugmaschine des „Péitruss Express“

Der „Bretzelsonndeg“, und wie könnte es auch anders sein, wird ganz besonders von der „Fédération des Patrons-Boulangers-Pâtissiers du Grand-Duché de Luxembourg“, der luxemburgischen Bäckermeisterinnung, begangen, die alljährlich im Vorfeld des Brezelsonntags einen „Bretzelëmzuch“ durch die Straßen der Stadt Luxemburg organisiert. Gestern war es wieder so weit: Zum 24. Mal in der Folge zogen die „Bretzelkinnigin“ und die Bäckermeister an Bord des mit Brezeln festlich herausgeputzten „Péitruss Express“ ab der Handwerkskammer durch die Straßen der Stadt Luxemburg und beschenkten die Passanten mit dem wohlmundenden Backwerk.
Zum Auftakt des gestrigen Umzuges händigte „Bretzelkinnigin“ Céline Bohnert den Verantwortlichen der Handwerkskammer und der „Fédération des Artisans“ eine Brezel aus, bevor es dann Richtung Rathaus der Stadt Luxemburg auf „Knuedler“ ging. Zusammen mit den beiden Schöffen Lydie Polfer und Simone Beissel konnte Hauptstadtbürgermeister Paul Helminger eine Riesenbrezel aus den Händen der „Bretzelkinnigin“ entgegen nehmen.
Letzte Station des gestrigen „Bretzel“-Umzuges war die Fußgängerzone in der Oberstadt, wo die Passanten mit dem wohlmundenden Gebäck beschenkt wurden. ‹
Im Rathaus auf „Knuedler“ wurden Stadtbürgermeister Paul Helminger und die Schöffen Lydie Polfer und Simone Beissel mit einer Brezel bedacht Photos: F. Aussems