LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Zum Rummelauftakt: Ein Blick zurück in die Geschichte der „Schueberfouer“

Auf dem Limperstberger Glacisfeld laufen die Vorbereitungsarbeiten derzeit auf Hochtouren, damit ja alles auf der
678. „Fouer“ fertig ist, wenn Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer am kommenden Donnerstag, dem 23. August um 17.00 den diesjährigen Rummel mit dem Durchtrennen des Trikolorebändchens für die Besucher freigibt. Über zwei Millionen Besucher werden bis zum 11. September erwartet.

Auch die Werbetrommel für die „Fouer“ wird eifrig gerührt. Das Plakat zur diesjährigen „Schueberfouer“ stammt von Carole Stoltz, die bei dem im März des vergangenen Jahres von der Stadt Luxemburg organisierten Wettbewerb den zweiten Platz errang. Siegerin des Wettbewerbs war bekanntlich Lynn Cosyn, mit deren Plakat für die „Schueberfouer 2017“ geworben wurde. Das Werk der Drittplatzierten des Wettbewerbs, Nadia Recken, soll das „Fouer“- Werbeplakat im kommenden Jahr zieren.

Ein Blick zurück

Übermorgen nun wird der Rummel 2018 gestartet. Eine ausgezeichnete Gelegenheit, um einen Blick auf die Geschichte der „Fouer“ zu werfen. Als Geburtsstunde der „Schueberfouer“ gilt bekanntlich der 20. Oktober 1340, als Johann der Blinde, König von Böhmen und Graf von Luxemburg, in seinem Schloss in der Hauptstadt ein Dokument besiegelte, in dem er der Stadt Luxemburg das Privileg eines acht Tage andauernden Jahrmarktes, „Schueberfouer“ genannt, anerkannte.

Der Name „Schueberfouer“ stammt von dem (ersten) Veranstaltungsort - der „Schuedburg“, dem heutigen „Plateau du Saint Esprit“, der damals außerhalb der Stadtmauern lag. Den Historikern zufolge wurde aus „Schuedburg“ zunächst „Schuedmiss“ und später „Schuebermëss“.

1610, als der Platz auf der „Schuedburg“ für den Rummel zu eng wurde, zog die „Fouer“ nach Limpertsberg, um dann 1893 eine definitive Bleibe auf dem Glacis zu finden. 1910 waren erstmals ein kleines Riesenrad und eine Achterbahn auf der „Fouer“ zu Gast. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Rummel-Attraktionen dann immer mechanischer, um der „Fouer“ das „Aussehen“ zu verpassen, das sie heute hat.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass der Platz auf dem Glacis erst 1975 asphaltiert wurde.

Seit vergangenen Juli verkehrt bekanntlich die Tram von Kirchberg am Theater und Rond-Point Schuman vorbei durch die Allée Scheffer bis zum „Stäreplaz“ und stellt somit ein „neues Element“ der „Schueberfouer“ dar.