CLAUDE KARGER

Gar Grausiges spielte sich am vergangenen Sonntag offenbar im Ländchen ab: „Barre à droite“ und „marée noire“ vermeldet „Le Jeudi“, offensichtlich inspiriert von Erdöltankerkatastrophen. Wie lange so ein Ölfilm kleben bleibt, ist gewusst. Der drittgrößten Stadt verpasst die Wochenzeitung sogar einen neuen Namen: „Taver-City“. Ob die nun überall grün gestrichen wird? Wir werden sehen. Ebenfalls, ob die Kommunalwahl tatsächlich ein „Gradmesser“ für die Parlamentswahlen in einem Jahr ist, wie der funkelnagelneue „Revue“-Chefredakteur schreibt. Auf jeden Fall sollten sich die Sieger nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen: „Ein Beispiel bietet die luxemburgische Fußballnationalmannschaft. Vor gut einem Monat schafften die „roude Léiw“ mit einem Unentschieden gegen Frankreich eine kleine Sensation. Einen Monat später gingen sie in Schweden mit 0:8 unter. Die Sieger können die Verlierer von morgen sein. Oder umgekehrt“. Wie wahr. Und nach den Wahlen ist vor den Wahlen, nicht? Aber im Oktober 2018 sieht das Ländchen schon ganz anders aus. Denn bald heißt es: „Hurra, jetzt kommt die Tram“, wie der „Télécran“ diese Woche jubelt. Und: „Darauf fahren alle ab“. Das Tauziehen um die Frage: „Wer hat‘s erfunden?“ hat längst begonnen.