LUXEMBURG
GILLES DOSTERT

Um einen Beitrag zu einer zukunftsfähigeren Entwicklung im Verkehrsbereich zu leisten, rief das französische Ministerium für Umwelt und Raumordnung am 22. September 1998 zu „Mobil - ohne eigenes Auto!“ auf: 35 französische Städte folgten diesem Aufruf. Der Tag stieß in der Bevölkerung auf große Resonanz. In Anbetracht dieses großen Erfolgs entschied die Europäische Kommission, alljährlich am 22. September einen „Autofreien Tag“ zu organisieren – „woraus sich die Europäische Mobilitätswoche entwickelte, die 2018 vom 16. bis 22. September stattfindet“, sagt Gilles Dostert, Generaldirektor vom „Verkéiersverbond“ - und die erfreut sich auch in Luxemburg einer immer größeren Beliebtheit.

„Wir als ‚Verkéiersverbond‘ haben die Aufgabe der Zusammenführung, die Rolle eines Koordinators. Wir haben einen Mitarbeiter, der dies für uns auf EU-Ebene regelt und dort auch mit über das Thema diskutiert. Im November 2017 hatten wir eine Tagung hier in Luxemburg, alle Koordinatoren trafen sich, um Ideen auszutauschen. Und diese Ideen versuchen wir dann, auf dem nationalen Niveau umzusetzen. Viele bilaterale Treffen mit den Gemeinden fanden in unserem Aufgabenbereich zwecks Planung der Mobilitätswoche statt. So haben wir eine Plattform installiert, wo wir mit den Gemeinden kommunizieren können, sie uns und den anderen Partnern ihre Ideen mitteilen können, was zu einem guten Austausch führt. In diesem Jahr ist der sogenannte ‚Call to action‘ der Slogan ‚Mix and move‘, der uns veranschaulichen soll, dass man mit den unterschiedlichsten Nutzungsmöglichkeiten im Alltag von A nach B kommen kann. Ferner sollte man zu Überlegungen bewegt werden, beispielsweise auch im Urlaub zu prüfen, wie man zum Bäcker kommen kann, ohne seinen Wagen am Urlaubsort zu benutzen.

Für Luxemburg ist bemerkenswert, dass wir in diesem Jahr sechs Gemeinden haben, die als Kandidat für den ‚Goldstatus‘ infrage kommen, darunter die Gemeinde Bissen, die dies bereits zum dritten Mal in Folge ist. Zu erwähnen ist in diesem Kontext auch die Aktion ‚Tour du Duerf‘, an der sich im Moment 49 Gemeinden eingeschrieben haben, ein Rekord.

Wichtig ist für uns auch, die Mobilität in ihrer ganzen Vielfalt für alle zu demonstrieren. Mit einem Kamerateam wird das Projekt ‚Multimodalité pour Tous‘ begleitet, das unter anderem mit Info-Handicap realisiert werden wird, und zwar am 19. September mit Start am hauptstädtischen Bahnhof. Doch auch Unternehmen werden aufgefordert, Initiativen einzubringen, die dann auf der Webseite der Kampagne vorgestellt und auch ausgezeichnet werden. In diesem Jahr haben wir vier dieser ‚MobilityActions‘ in Luxemburg, die ,Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ‘ (LVI), Allen&Overy SCS, Convoit und auch das ‚Centre national d’Information pour Jeunes‘ beteiligen sich. Hierbei gilt, wie bei den anderen Projekten der Gemeinden auch: Abgucken ist erlaubt, anders als in der Schule.“

Alle Infos auch auf www.mobiliteitswoch.lu