ESCH-BELVAL/LUXEMBURG
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Belval: „Metaform“ gewinnt Wettbewerb der AGORA zum Umbau der Sinterbecken

Esch-Belval/Luxemburg Auch wenn Esch-Belval schon seit einer Zeit ziemlich „komplett“ wirkt, gibt es dennoch mitten in dem riesigen ehemaligen Stahlwerkareal noch Brachflächen, die bestenfalls als provisorische Parkplätze genutzt werden. So auch das Gelände um die ehemaligen Sinterbecken.

In der früheren Sinteranlage aus den 1970er Jahren wurde pulverisiertes Eisenerz mit Kohle-Resten und Konzentraten zusammengebacken und zu Pellets verarbeitet, die anschließend in den Hochöfen zu Roheisen weiterverarbeitet wurden. Von der Anlage sind, außer den beiden Kaminen, nur noch die sogenannten Sinterbecken erhalten, die einen Durchmesser von bis zu 40 Metern und eine Tiefe bis zwölf Metern aufweisen.

Ein klarer Gewinner

Im vergangenen Jahr hat die Stadtentwicklungsgesellschaft AGORA einen internationalen Wettbewerb zur Gestaltung des Platzes und der Bebauung rund um die Sinterbecken gestartet. Am 9. Mai hat die Jury ihre endgültige Entscheidung getroffen und einstimmig einen Sieger gekürt. Ausgewählt wurde die Arbeitsgemeinschaft rund um die luxemburgischen Architekten „metaform architects“. Dazu zählen auch die Raumplaner „Latz + Partner“ (D) und die Tragwerkplaner „HLG“ (L). In der Presseerklärung von AGORA heißt es: „Beim Konzept vom Team Metaform werden die beiden Kühlbecken der ehemaligen Sinteranlage über eine Rampen-Schleife (…) miteinander verbunden.

Dieser soll die Revitalisierung des ehemaligen Industriestandorts und seine neuen Aktivitäten symbolisieren. Das südliche der beiden Becken wird einen tiefer gelegenen öffentlichen Platz mit Zuschauerrängen in Form eines kleinen Amphitheaters beherbergen. Aufgrund der belassenen Beckenstruktur, die den Platz umgibt, wird dieser einen intimeren, geschlossenen Charakter aufweisen. Über eine tiefergelegene Passerelle erfolgt eine weitere Verbindung zum nördlichen Becken. Dieses verfügt über ein Restaurant mit großen Fensterfronten und eine Aussichtsterrasse, die den Blick sowohl auf den Platz des südlichen Beckens als auch auf den Garten und die Wasserfläche innerhalb des nördlichen Beckens freigeben. Die Dimensionen und der Charakter des nördlichen Beckens werden darüber hinaus in besonderer Weise über den im Untergeschoss des Restaurants gelegenen, vollverglasten Kubus, das sogenannte „Aquarium“ erlebbar sein.“