Luxemburg Es war ein heißes Thema mit frostigen Auswirkungen: In den ersten Monaten des Jahres 2012 wurde der Luxemburger Automobilclub ACL mit Anrufen überhäuft, wo Mitglieder Infos rund um den sogenannten „Winterdiesel“ und den Verkauf im Großherzogtum erfragten. Der Grund: Wenn das Auto bei Temperaturen von bis zu minus 35 Grad draußen geparkt wird, kann auch Diesel der arktischen Kälte nicht mehr standhalten - und nicht überall gab es den „Winterdiesel“.

Stichwort Winterdiesel

Für Dieselkraftstoffe ist eine Filtrierbarkeit bis minus 20 Grad zwischen dem 16. November und dem 29. Februar vorgesehen. Sicherheitshalber verkaufen Tankstellen im Winter üblicherweise Kraftstoff, der bis minus 22 Grad Celsius funktioniert. Die Automobilclubs raten daher, das Fahrzeug bei niedrigeren Temperaturen - nach Möglichkeit - in einer Garage oder zumindest windgeschützt abzustellen. Verstopfter Filter: Wenn ein Diesel bei Temperaturen unter minus 22 Grad mit verstopftem Filter nicht mehr weiterfährt, ist eine Pannenhilfe an Ort und Stelle kaum möglich. Das gesamte Kraftstoffsystem muss so weit erwärmt werden, dass sich alle Paraffinkristalle wieder auflösen. Dafür genügt das Abstellen in einer beheizten Garage oder Werkstatt.

Benzinbeimischung: Allgemein gilt bei den Common-Rail- und Pumpe-Düse-Triebwerken, die etwa seit dem Jahr 2000 auf dem Markt sind, dass keinesfalls Benzin dem Dieselkraftstoff beigemengt werden darf. Wer sich nicht daran hält, riskiert schwere Schäden am gesamten Einspritzsystem einschließlich Hochdruckpumpe, Injektoren und Kraftstoffleitungen. In einem aktuellen Test von ACL und Luxcontrol wurde nun einige Tankstellen in den Tank geschaut und die Filtrierbarkeit des Diesel analysiert. Mit dem Ergebnis das sich ein Spektrum von -9 bis-29 Grad Celsius ergeben hat. Somit bleibt festzustellen, dass nicht alle Tankstellen Winterdiesel in ihren Tanks lagern. iz/acl
Der vollständige Bericht mit den Tankstellen und den Ergebnissen gibt es unter: www.acl.lu/fr/Home/News/Alerte-consommateur