LUXEMBURG
MM

Die Auswahl ist groß - und das genaue Hinschauen lohnt sich

Wie Geld anlegen? Wie sparen? Wie Vermögen aufbauen? Gerade in Zeiten des Niedrigzins beschäftigt das viele - obwohl laut den Zahlen der Banque centrale du Luxembourg (BCL) immer noch viele ihr Geld auf dem normalen Bankkonto schlummern lassen.

Dennoch sind die Möglichkeiten, Geld gewinnbringend anzulegen, vielfältig. Das „Journal“ ließ unterschiedliche Akteure zu Wort kommen. Deren Anlegeprodukte reichen von maßgeschneiderter Investmentbetreuung für Vermögende bis zu Geldanlagen, bei denen es neben dem gewinnbringenden Sparen vor allem auch darauf ankommt, sozial verantwortlich zu investieren. Das pauschale Angebot jedenfalls ist passé - das genaue Hinschauen lohnt also.

Weniger Steuern

Die Versicherungsprämien für eine Lebens-, Todesfall-, Berufsunfähigkeits-, Kranken-, Unfall- oder auch Haftpflichtversicherung können vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen werden. Um in den Genuss dieses Abzugs zu kommen, gilt es lediglich, die entsprechende Rubrik in der Steuererklärung auszufüllen oder die Beträge auf seiner Steuerkarte eintragen zu lassen, teilt die Versicherungsgesellschaft Lalux mit.

„Lalux bietet neben den Easy-Protect-Unfallversicherungs- und Haftpflichtmöglichkeiten ein breitgefächertes Spektrum an Versicherungsformeln wie z.B. Lalux-Life, Lalux-Security und Lalux-Education, mit denen der Versicherungsnehmer jene Steuervorteile nutzen kann, die der Gesetzgeber in den Artikeln 111 und 111bis des luxemburgischen Einkommenssteuergesetzes (L.I.R.) vorgesehen hat“, wie Jean-Paul Meyer von Lalux erklärt.

Bei Verträgen, die sich von den „klassischen Verträgen“ unterscheiden, weil sie fondsgebunden sind, und die einen nicht garantierten variablen Ertrag vorsehen, gibt es ebenfalls Steuervorteile. Die Prämien dieser Verträge sind dann abzugsfähig, wenn der Vertrag einen Versicherungsschutz für Todesfall garantiert, der mindestens 60 Prozent der Summe der regelmäßigen, bis zum Ende der Vertragslaufzeit vorgesehenen Prämien oder auch mindestens 130 Prozent der bis zum Todesfall gezahlten Prämien abdeckt.

„Auch im Bereich der Altersvorsorge hat Lalux interessante Versicherungsmöglichkeiten anzubieten“, sagt Meyer. „Lalux-Pension oder Lalux-Golden Rent gewähren neben einem angenehmen Rentenzuschuss nach Ihrem Berufsleben einen zusätzlichen Steuervorteil im Rahmen des Artikels 111; seit Januar 2017 ist der abzugsfähige Betrag für alle Altersgruppen auf 3.200 Euro pro Jahr pro Steuerpflichtigem festgesetzt.“

Vorteile nutzen

Sparer können Steuervorteile nutzen, darauf weist die Banque Raiffeisen hin. „Der Gesetzgeber fördert verschiedene Sparformen, indem eingezahlte Beträge zum Teil abhängig vom Alter oder von der Familiensituation teilweise oder ganz steuerlich absetzbar sind“, erklärt Romain Funk von der Raiffeisenbank Luxemburg. Die Steuerersparnis hängt von der jeweiligen Einkommenssituation ab. Gefördert werden insbesondere die Altersvorsorge, das Absichern der Familie und der Aufbau eines Guthabens zwecks Erwerb oder Bau einer Wohnimmobilie. Banque Raiffeisen bietet passende Produkte und individuelle Beratung: Mit R-Pension und R-Vie Pension wird eine finanzielle Reserve für den Ruhestand angespart. Mit Eintritt in den Ruhestand kann dann zwischen einer Einmalauszahlung oder einer lebenslangen monatlichen Rente oder einer Kombination beider Auszahlvarianten gewählt werden. Jährlich können 3.200 Euro pro Steuerzahler steuerlich geltend gemacht werden.

Eine andere Sparform ist das klassische Bausparen für die spätere Finanzierung einer Wohnimmobilie. Man baut sich ein Sparguthaben auf, profitiert gleichzeitig von Steuervergünstigungen und kann das Bauspardarlehen in die Finanzierung seiner Immobilie einbinden, erklärt die Raiffeisenbank. Jährlich steuerlich absetzbar sind pro Haushaltsmitglied 1.344 Euro, sofern der jüngste Vertragsnehmer nicht älter als 40 Jahre ist, ansonsten 672 Euro. Als Lebensversicherungen, die Vorsorge und Sparen kombinieren, bietet die Banque Raiffeisen R-Vie Protect und R-Junior an. Der jährlich steuerlich absetzbare Höchstbetrag liegt hier bei 672 Euro pro Haushaltsmitglied. Alleinstehende könnten bis zu einem jährlich zu versteuernden Einkommen von 40.000 Euro bei Nutzung der Maximalbeträge bei Altersvorsorge, Bausparen und Lebensversicherung so jährlich rund 1.700 Euro sparen. Verheiratete Ehepaare mit zwei Kindern bei gewissen Voraussetzungen 5.900 Euro.

Investitionen in Einzeltitel

„Mit deutschen Wurzeln und enger Verbindung zur Genossenschaftlichen FinanzGruppe hat sich die DZ Privatbank seit ihrer Gründung 1977 in Luxemburg auf individuelle Lösungen für vermögende Kunden spezialisiert“, sagt Christian Giesecke, Direktor Private Banking International der DZ Privatbank. Anlegern mit Feriendomizilen im Ausland, häufigem Wohnsitzwechsel, einer länderübergreifenden unternehmerischen Tätigkeit oder Auslandsbezügen aufgrund multinationaler Familienstrukturen empfiehlt sie im Kontext steigender regulatorischer und steuerlicher Anforderungen, neben dem Risikoprofil und der Wertentwicklung des Kapitals auch den administrativen Aspekt bei der Auswahl der Vermögensanlage zu berücksichtigen.

Den international ausgerichteten, vermögenden Privatkunden in Luxemburg bietet die DZ Privatbank darum mit ihrer Vermögensverwaltung „euro mondial“ eine Lösung an, die im Anleihe- und Aktiensegment ausschließlich in Einzeltitel und zusätzlich in physisch auslieferbares Gold investiert. „Ein länderspezifisches Steuer-Reporting und der bewusste Verzicht auf Investmentfonds, Kollektivanlagen und strukturierte Produkte erleichtern bei „euro mondial“ die Prüfung- und Abstimmungs-erfordernisse in den verschiedenen Ländern“, erklärt Giesecke.

Von BSE zu SRI

Etika bietet in Zusammenarbeit mit der BCEE unter anderem das „alternative Sparkonto“ an. Warum, das erläutert die „Initiativ fir Alternativ Finanzéierung“ wie folgt: „BSE, Pferdefleisch in der Lasagne, Fipronil in Eiern, eine Algenplage im Stausee von Esch sur Sûre… ganz zu schweigen von Dieselabgaswerten oder ähnlich manipulierten Elektro-Artikeln, die nach zwei Jahren kaputt gehen (sollen).“ Statt aber auf die Unternehmen zu schimpfen, sollte sich der Konsument auch an die eigene Nase fassen und sich eingestehen, dass man selbst als sozial- und ökologisch bewusst einkaufender Konsument nicht ganz gegen die Geiz-ist-Geil-Mentalität gefeit sei und mit dazu beitrage, dass permanent Druck ausgeübt wird, Effizienzsteigerungen und Kostenminimierungen zu erreichen.

Konsumenten sollen sich nach Auffassung von Etika darum vor Augen führen, dass sie zugleich als Investoren diese negative Entwicklung beförderten. „Schliesslich finanzieren sie durch ihre Geldanlage - und sei es nur ein Sparbuch und ein kleines Aktienpaket - selber diese Unternehmen und setzen sie mit ihrem Renditeanspruch unter Druck.“ Aber gibt es Alternativen? Kann man bei der Frage, wie man sein frei verfügbares Geld anlegt andere Optionen wählen als Aktien, Investmentfonds oder Obligationen, bei denen völlig intransparent bleibt, welche möglicherweise negativen sozialen und ökologischen Folgen sie bewirken? Etika empfiehlt neben seinem alternativen Sparkonto, bei dem das Ersparte nur in sozial und ökologisch verantwortliche Projekte in Luxemburg investiert wird, den Kauf von Fondsanteilen sogenannter „SRI Fonds“ (SRI, „Socially Responsible Investment“) wie den „Lux-Equity Eco Global“ der Spuerkeess und den Mikrofinanzfonds „LMDF“. „Bei diesen Fonds werden entweder bestimmte Branchen ausgeschlossen oder es wird gezielt in nachhaltig wirtschaftende Unternehmen investiert“, erklärt Etika.

Coup d’œil sur les perspectives d’investissement

Rendement, où es-tu?

Qu’il s’agisse du Dax ou encore du Footsie-100, les indices boursiers enchaînent les records ces dernières semaines. Les marchés se portent bien mais tout investisseur averti le sait: la courbe doit inévitablement redescendre à un moment ou l’autre. «Le principal élément négatif est le niveau élevé des valorisations boursières», note d’ailleurs Guy Wagner, le «chief investment officer» et administrateur-directeur de la société de gestion BLI - Banque de Luxembourg dans un communiqué diffusé jeudi. «Bien que ces dernières réduisent considérablement le potentiel de rendement à long terme des actions, elles ont rarement été un bon signal de l’imminence d’une correction éventuelle», ajoute-t-il.
Ce sentiment de retenue commence à gagner les salles d’échanges: la semaine dernière, le groupe d’infrastructure de télécommunications Arqiva et le grossiste alimentaire Bakkavor ont renoncé à leur introduction en Bourse à Londres, jugeant le marché trop incertain.
Un petit dessin vaut mieux qu’un long discours: ci-contre, l’indice global Stoxx Europe 600 - qui représente 600 sociétés présentes dans 17 pays européens - présente un profil résolument haussier. Mais qui oserait parier sur la poursuite de cette trajectoire?
Le fait est que le contexte actuel est inédit: l’euro fort face au dollar est résolument la surprise de 2017 tandis que les taux directeurs planchers de la Banque centrale européenne (BCE) laissent peu d’alternatives en matière d’investissement. Quant aux obligations, rares sont les analystes qui parient sur elles: les taux vont tôt ou tard remonter, rendant ces produits tout simplement contre-attractifs. «D’une manière générale, les marchés obligataires demeurent peu attrayants», résume à ce propos Guy Wagner. Comme le montre le graphique ci-contre, le rendement de l’emprunt d’Etat à dix ans est au ras des pâquerettes et ne donne pas envie d’investir dans cette classe d’actifs.
Mais si le vent tourne bientôt pour les actions et que les perspectives concernant les obligations sont négatives, où donc les investisseurs peuvent-ils espérer trouver du rendement? Evidemment, tout dépend des sommes investies et du temps que l’on souhaite consacrer à l’investissement en question. Mais force est de constater qu’aujourd’hui, l’immobilier se dégage comme un actif refuge.
Les derniers chiffres de l’Observatoire de l’Habitat font état d’une hausse des prix annoncés à la vente de 8% pour les maisons entre la mi-2016 et la mi-2017 et de 4,3% pour les appartements. D’ailleurs, les banques connaissent une dynamique solide des emprunts immobiliers: en octobre, les crédits immobiliers aux ménages ont gonflé de 8% à 2.023 millions d’euros selon la Banque centrale du Luxembourg (BCL).
Si un loyer perçu peut souvent rembourser le prêt encouru et que le temps aidant, le bien s’apprécie, il ne faut pas perdre de vue les frais engendrés par l’acquisition (actes notariés, enregistrement, etc.) et l’entretien d’un bien immobilier. Toutefois, cette classe d’actifs ne semble pas proche d’une bulle au Luxembourg.
On ne peut pas en dire autant d’un autre placement qui fait fortement débat: le bitcoin. Cette crypto-monnaie a vu sa valeur être multipliée par près de sept depuis le début de cette année, selon les données publiées sur la plateforme reconnue par la CSSF Bitstamp.net.
Un rendement appétissant mais qui cache beaucoup de questions à commencer par la non-régulation du marché des crypto-monnaies.
Bref, le rendement existe encore c’est un fait. Mais l’aversion au risque de chaque investisseur doit toujours être prise en compte avant de s’engager dans quelque classe d’actifs que ce soit. Catherine Kurzawa