LUXEMBURG
SIMONE MOLITOR

Mega-Stimmung bei Mega-Event: 16.000 Läufer am Start und Tausende am Streckenrand

Es war wieder einmal ein Event der Superlative: 16.000 Läufer haben sich am Samstag der Herausforderung in den verschiedenen Disziplinen gestellt und konnten dabei auf die lautstarke Unterstützung von Tausenden Zuschauern am Streckenrand zählen. Der „ING Night Marathon“ war seit seiner ersten Auflage vor über zehn Jahren mehr als „nur“ eine Laufveranstaltung und machte seinem Namen als riesiges Volksfest auch diesmal wieder alle Ehre. Besonders an den Hauptpunkten bei der Luxexpo auf Kirchberg, auf dem „Knuedler“, in der „Groussgaass“ oder beim Glacis-Feld war die Stimmung besonders mitreißend, dafür sorgten bei herrlichem Wetter nicht zuletzt etliche Samba-Gruppen, Reggae-Bands, DJs und Blasmusikkapellen. Von Jahr zu Jahr wächst indes das Rahmenprogramm.

Hobby- und Spitzenläufer wurden lautstark umjubelt

Während für den Großteil der zahlreichen Hobbyläufer der Weg das Ziel war und die Begeisterung des Publikums sie zusätzlich motivierte, hatten die Top-Athleten des international stark besetzten Marathonwettbewerbs natürlich das Siegerpodest fest im Visier. Von Anfang an hatten die afrikanischen Läufer das Rennen fest in ihrer Hand. Relativ schnell gab der Kenianer Mark Kangogo das Tempo an und konnte sich dann nach rund 25 Kilometern definitiv absetzen. Seinen Konkurrenten, darunter der Gewinner von 2015 und 2016 John Kipkorir Komen sowie der Vorjahressieger Edwin Kibet Kiptoo, gelang es nicht, sich ihm weiterhin an die Fersen zu heften.

Kangogo stellt neuen Streckenrekord auf

Mark Kangogo lief das restliche Rennen einsam und konkurrenzlos an der Spitze und stellte am Ende sogar einen neuen Streckenrekord auf: Nach zwei Stunden, zwölf Minuten und zehn Sekunden überquerte er unter tosendem Applaus die Zielgerade in der Halle der „Luxexpo The Box“ und verbesserte die Bestzeit um ganze 47 Sekunden. John Komen (Kenia) wurde Zweiter. Kiptoo konnte seinen Titel nicht verteidigen und war auch nicht in der Spitzengruppe zu finden. Als erster Luxemburger und Neunter in der Gesamtwertung lief Frazer Alexander eine halbe Stunde später (02:43:15) über die Ziellinie. Bertil Muller und Philippe Gillen sicherten sich die Plätze zwei und drei des Luxemburger Podiums.

Bei den Damen hatte die Äthiopierin Lakelesh Feysa Dera die Nase vorne. Sie war mit 2:51:33 Stunden die einzige Läuferin, die die Drei-Stunden-Marke knackte. Auf Rang zwei folgte die Polin Karolina Wasniewska. Erste Luxemburgerin wurde Isabelle Hoffmann. In einer Zeit von 03:25:16 konnte sie sich zudem den dritten Platz in der Gesamtwertung sichern. Zweite Luxemburgerin wurde Fabienne Gehlen. Die Dritte im Bunde war Sandra Huberty.

Auf der Halbmarathonstrecke - rund 8.000 Läufer hatten sich für diese Distanz eingeschrieben - heißen die ersten Luxemburger Yannick Lieners und Liz Nepper. Hier hatten in der Gesamtwertung Semere Fsehatsion bei den Männern und Anna Herzberg bei den Frauen die Nase vorn.