CLAUDE KARGER

Na, „auf welches der beiden Alpha-Männchen der CSV sollte man also eher achten?“, fragte gestern der „Tageblatt“-Leitartikler nach einem Blick auf das Gebaren bei den Bezirkskongressen der größten Oppositionspartei. Dabei hat der Späher im orangen Polit-Dschungel erkannt: „Spautz ist der Bulldozer, der Mann fürs rhetorisch Grobe, der Mann der sein Publikum durch kräftige Ausdrücke und derbe Witze aufputscht“. So was könnten Gewerkschafter halt, findet der Autor. Sie können allerdings auch mächtig ins Fettnäpfchen latschen. „Sein Gegenpart ist Spitzenkandidat Claude Wiseler, der smarte Staatsmann, der Lehrer, der seine politischen Botschaften geschliffen vorträgt, mit humoristischen Einsprengseln vorträgt, die aber so formuliert sind, dass sie niemandes Ohr verletzen, er sich nachträglich dafür nicht zu entschuldigen braucht“. Na, mal schauen, ob am Ende nicht ein Alpha-Weibchen die beiden in die Tasche steckt. Stimmenmäßig, versteht sich. Natürlich ist der Wahlbär längst nicht erlegt, dennoch hat das „Wort“ munter Wahlresultate und Umfragen verquirlt, um auszubaldowern, welche Abgeordneten im Falle des Falles das höchste Risiko laufen, aus dem „Chamber“-Camp ausscheiden zu müssen. Dass meist die Jüngeren hinten runter fallen, ist gewusst. Aber auch die werden älter.