Technologiebrüderschaft in einem 80-Milliarden-Dollar-Markt

Luxemburg Seit Monaten liefen die Verhandlungen, nun haben sich der luxemburgische Spezialist für Wasser- und Abwasserbehandlung Apateq und das kanadische Unternehmen MCW Energy Group auf eine Zusammenarbeit bei der Teersand/Schieferölaufbereitung geeinigt.

MCW, eine kanadische Holdinggesellschaft, ist im Bereich von Ölproduktion und -vertrieb sowie Ölsand-Gewinnungsstechnik tätig. Apateq hat sich auf die Trennung von Wasser und Schmutz, sei es Erdöl oder andere Chemikalien, mittels Membranen spezialisiert.

Das Unternehmen konnte innerhalb von wenigen Jahren seit Unternehmensgründung Marktführer aus verschiedenen Branchen wie Öl und Gas, aber auch Marine und Lebensmittelindustrie als Kunden für ihre membranbasierte Wasser- und Abwasserbehandlung gewinnen. Mit dem letzten Jahr präsentierten Modul „OilPaq 2000“ werden Wasser und Öl auseinandergefiltert. Die Förderung eines Barrels Öl würde drei bis fünf Barrel Abwasser produzieren, wie Apateq-Geschäftsführer Bogdan Serban damals erklärte, die bisher chemisch und kostenintensiv getrennt würden. Das mobile Modul „OilPaq 2000“ macht diese Trennung mechanisch ohne Chemikalien, was zugleich auch Kosten spart. Letztes Jahr hatte das 2013 gegründete Unternehmen nahe Houston/Texas eine Niederlassung gegründet. Die USA wie Kanada sind derzeit die Hauptmärkte für das Unternehmen.

Die getroffene Vereinbarung besagt, dass beide Unternehmen ihr Portfolio kombinieren und bei Verkauf und Anwendung der Aufbereitungstechnologie zusammenzuarbeiten. Ziel sei es, im Markt der Teersandgewinnung, der nach Prognosen von einem Marktvolumen von 61 Milliarden US-Dollar 2014 auf 80 Milliarden 2019 wachsen soll, den Wettbewerbsvorteil zu wahren.     MM