LUXEMBURG
PATRICK WELTER

CNFL und Syvicol starten gemeinsame Aktion um Frauen in „untypischen“ Berufen zu finden

Mit einer ungewöhnlichen Aktion will der nationale Frauenrat (CNFL) dafür sorgen, dass die geschlechtlichen Stereotypen bei der Berufswahl aufgebrochen werden. Gemeinsam mit dem Städte- und Gemeindebund Syvicol will man versuchen so viele Frauen wie möglich zu finden, die nicht in typischen Frauenberufen arbeiten, sondern in bisherige Männerdomänen eingebrochen sind.

Nach Auffassung des nationalen Frauenrates werden zu viele Mädchen und junge Frauen bei der Berufswahl noch zu sehr von alten Rollenbildern beeinflusst, um sich dann für einen typischen Frauenjob zu entscheiden, der dann oft auch noch schlechter bezahlt ist. Bei der aktuellen Aktion geht es aber nicht um den gläsernen Deckel der die Karriere von Frauen ausbremst, sondern um die Wahl eines für Frauen immer noch untypischen Berufs. Auch wenn die Grenzen so langsam aufbrechen. Ein Beispiel: Nach Auskunft des CNFL arbeiten bereits zwei Frauen bei der CFL als Lokführerinnen. Die Kommunen sollen jetzt mithelfen zu zeigen, dass man als Frau auch andere Wege gehen kann als nur den zur Kindergärtnerin, Lehrerin, Sekretärin etc.

Kommunen sollen helfen

Der nationale Frauenrat sucht nun in den allen Gemeinden des Landes nach Frauen in untypischen Berufen, um sie in Wort und Bild zu porträtieren. Zum einen für eine Website, zum anderen für eine Ausstellung. Der CNFL setzt deshalb auf die Kommunen, weil es keine aussagekräftigen Statistiken zur untypischen Frauenarbeit gibt. Der Frauenrat will die kurzen Wege in den Gemeinden nutzen um ungewöhnliche Frauen zu finden. Auch in den Gemeinden haben sich die Frauen erst nach und nach außerhalb der Sekretariate einen Platz verschaffen können, die erste Gemeindetechnikerin, eine Vermessungsingenieurin wurde vor zwanzig eingestellt und hatte damals noch mit vielen Vorurteilen zu kämpfen, die immerhin sind heute ausgeräumt. Fachliche Akzeptanz einer Frau sei heute kein Problem mehr. Es sei aber immer noch so, dass bei vielen Frauen und Mädchen Informationsdefizite herrschen die beseitigt werden müssen. Die Kommunen haben bis zum 31. Januar Zeit ihre Teilnahme an der Aktion zu bestätigen, die Porträts sollen bis zum 31. Mai beim CNFL eingereicht werden, um sie dann zu veröffentlichen zu können.
Kontakt Monique Stein, Tel.: 29 65 25;
Fax 29 65 24