LUXEMBURG
CB

Suchtpräventionszentrum CePT hat 2017 neue Projekte gestartet

Das Suchtpräventionszentrum CePT hat im vergangenen Jahr mehrere Projekte initiiert, von denen es sich wünscht, dass sie verallgemeinert werden. „Wir hoffen, dass die Präventionsarbeit systematisch in allen Schulen implementiert wird“, sagte gestern Michel Ledoux, seit etwa zwei Jahren Direktor des „Centre de Prévention des Toxicomanies“ bei der Vorstellung des Aktivitätsberichts für das vergangene Jahr. Der Psychologe nannte etwa das Pilotprojekt „Power-voll“ für Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren, das 2017 in zwei Grundschulen in der Hauptstadt anlief. Das Präventionsprogramm ist natürlich dem Alter angepasst und behandelt etwa das Konsumverhalten (Naschen von Süßigkeiten, Fernsehkonsum...). „Power-voll“ ist zudem ein gutes Beispiel für das Selbstverständnis des CePT. 1994 über ein Gesetz gegründet hat das Suchtpräventionszentrum zum Ziel die Prävention von Verhaltensmustern, die eine Abhängigkeit zur Folge haben können. Die Arbeit des CePT begrenzt sich also nicht auf illegale Substanzen.

„Hoffen auf zusätzliche Mittel“

In der Hauptsache arbeitet das zehnköpfige Team vor allem mit sogenannten Multiplikatoren wie Lehrern oder Erziehern, also all jenen, die mit den Zielgruppen der Präventionsarbeit in direktem Kontakt stehen. Dieser Fokus ist auch ressourcenbedingt. Seit etwa 15 Jahren seien die von staatlicher Seite gewährten Mittel nicht mehr angepasst worden. „Wir hoffen, in Zukunft mehr Mittel zu erhalten“, meinte der seit einem Jahr an der Spitze des Verwaltungsrats stehende Präsident Henri Grün. Zur Deckung der Kosten für Personal und das laufende Geschäft belief sich die staatliche Beteiligung 2017 auf 1,13 Millionen Euro.

2017 fiel ebenfalls der Startschuss für das Projekt „Tom & Lisa“. Auf Schüler im Alter zwischen 13 und 15 Jahren ausgerichtet, sollen die Jugendlichen, die häufig schon auf bestimmte Art und Weise mit Alkohol in Kontakt gekommen sind, eine kritische und aufgeklärte Haltung entwickeln.

Auch das europäische Projekt „Localize it!“ sollte laut Ledoux verallgemeinert werden. Ziel ist es, auf kommunaler Ebene angepasste Strategien zu entwickeln, um den Alkoholkonsum unter Jugendlichen und Erwachsenen zu reduzieren.

Zu den Hauptpfeilern der Präventionsarbeit des CePT gehören das Verteilen von Informationsflyern über Substanzen und die Informations- und Beratungsauskunft „Fro No“. 252 Kontaktaufnahmen gab es im vergangenen Jahr, meistens zum Thema exzessiver Alkoholkonsum (37 Prozent) und Cannabiskonsum (34 Prozent), gefolgt von Fragen zu Medikamenten (15 Prozent), Kokain und Heroin (je 13 Prozent).


cept.lu