TRIER/LUXEMBURG
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Polizei Trier: Elektroschockwaffen kamen bisher 18 mal zum Einsatz

Ein gutes halbes Jahr nach Beginn eines landesweiten Pilottests mit Elektroschockwaffen im Streifendienst hat die Trierer Polizei eine positive Zwischenbilanz gezogen. Die sogenannten Taser (Taser ist übrigens der Name der Herstellerfirma, Anmerkung der Red.) verursachten weniger Verletzungen und schreckten Gewalttäter ab, berichtete die Zeitung „Trierischer Volksfreund“ am Donnerstag unter Berufung auf einen entsprechenden Behördenbericht.

Vom 6. März bis 30. September habe es insgesamt 18 Einsätze gegeben, in denen Beamte die Waffe eingesetzt oder mit ihr gedroht hätten.

In vier Fällen sei aus der Distanz „getasert“ worden, zweimal wurde die Waffe direkt am Körper angewandt. In zwölf Fällen habe die Androhung gereicht, um Täter zu beschwichtigten. Die Polizei berichtete der Zeitung zufolge, dass Beamte so etliche Konflikte schlichten konnten ohne Schlagstock oder Pfefferspray.

Die Personen, die von den Metallpfeilen der Elektroschockwaffen getroffen worden seien, hätten lediglich Eintrittsstellen oder leichte Rötungen aufgewiesen. Mit einer Elektroschockpistole wird ein Täter mehrere Sekunden lang handlungsunfähig gemacht. Zwei mit Drähten verbundene Pfeile werden in den Brustbereich gezielt - über die Drähte werden dann elektrische Impulse auf den Körper übertragen.

Trierer Polizisten testen noch bis März 2018, ob Taser auch im Streifendienst sinnvoll sind. Die rheinland-pfälzische Landesregierung macht die Einführung von den Ergebnissen des Pilottests abhängig.

Nur die Spezialeinheiten in Luxemburg

Für Luxemburg wies der zuständige Minister Etienne Schneider vor kurzem in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage zur Taser-Nutzung in Luxemburg darauf hin, dass dem Ministerium bekannt sei, dass die Ausrüstung der deutschen Beamten in Trier in einer Testphase mit Taser ergänzt werde. Doch in Luxemburg sei nicht angedacht, die Polizeibeamten mit solchen Waffen auszustatten.

Allerdings, so Schneider weiter, sei die Spezialeinheit der Polizei USP seit geraumer Zeit mit Tasern ausgestattet. Diese kämen aber sehr selten zum Einsatz, wie der Minister ergänzt. In Rheinland-Pfalz arbeiten auch Spezialeinheiten der Polizei schon länger mit den Waffen.