LUXEMBURG
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226 Einsätze der „Groupe de support psychologique“ (GSP) im Jahr 2017

Die „Groupe de support psychologique“ (GSP) der „Protection Civile“ betreute im vergangenen Jahr während 793 Stunden Menschen in Extremsituationen. Dies geht aus dem vorgestern veröffentlichten Aktivitätsbericht der GSP für das Jahr 2017 hervor. Das Aufgabengebiet der GSP umfasst die Akutbetreuung von traumatisierten Menschen in der Krisenintervention. Im Jahr 2017 wurde die GSP insgesamt 226 Mal angefordert.

Meistens von der Notrufzentrale 112 angefordert

In den meisten Fällen (142 insgesamt) wurde die GSP durch die Notrufzentrale 112 angefordert, 81 mal hat die „Police Grand-Ducale“ um Zusammenarbeit gebeten und 46 mal bat der Arzt des SAMU um die Hilfe der GSP. In den meisten Fällen waren jeweils zwei Mitglieder der „Groupe de support psychologique“ zusammen im Einsatz, um Betroffene zu betreuen, mit einer durchschnittlichen Einsatzdauer zwischen drei und vier bis Stunden vor Ort.

Im Juni 2017 wurden die meisten Einsätze - insgesamt 29 - gefahren, wie weiter aus dem Bericht hervorgeht. Im Vergleich zu den anderen Wochentagen gab es deutlich mehr Kriseninterventionen am Montag und am Mittwoch, und zwar besonders am Vormittag zwischen 8.00 und 10.00, sowie in den frühen Abendstunden zwischen 18.00 und 19.00.

Die Arbeit der „Groupe de support psychologique“ besteht aus der Betreuung von Direktbetroffenen, wie unverletzte Personen und Zeugen bei Unfällen, oder anderen durch besondere Ereignisse betroffene Personen. Eingesetzt werden die Mitarbeiter der GSP aber auch zur Betreuung von Angehörigen beziehungsweise Betroffenen nach tödlichen Verkehrs- oder Hausunfällen, nach Suizid, nach plötzlichem Säuglingstod sowie nach Gewaltverbrechen.

Die Überbringung einer Todesnachricht in Zusammenarbeit mit der Polizei zählt ebenfalls zu den Aufgaben der GSP.

GSP wird fester Bestandteil des CGDIS

Die GSP ist seit 2015 ebenfalls in den „Plan National de Prévention du Suicide au Luxembourg“ (PNPSL) des Gesundheitsministeriums eingebunden. Dieser soll die Ursachen und Folgen der Selbsttötungen bekämpfen und die Todesfälle, die durch Suizid in Luxemburg hervorgerufen werden, verringern. Die „Groupe de support psychologique“ wird auch einen festen Bestandteil im CGDIS („Corps grand-ducal d’incendie et de secours“) haben, der am 1.Juli dieses Jahres anlaufen wird. Die GSP besteht aus über 64 ehrenamtlichen Helfern, Frauen und Männern zwischen 21 und 65 Jahren aus allen Teilen des Landes. Die GSP gewährleistet rund um die Uhr einen landesweiten Bereitschaftsdienst.