LUXEMBURG
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Badeverbot: Cyanobakterien können toxisch sein

Das Wasserwirtschaftsamt hat gestern offiziell vor Blaualgen im Stausee gewarnt. Wie es in einer Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums heißt, ist im Rahmen der Badewasserqualitätskontrolle das vermehrte Aufkommen von Cyanobakterien festgestellt worden. „Ein Badeverbot und ein Verbot für alle nautischen Aktivitäten sind daher mit sofortiger Wirkung für den gesamten See ausgesprochen“, heißt es. Cyanobakterien kommen natürlich in Gewässern wie Seen oder auch der Mosel vor, unter gewissen Bedingungen aber vermehren sie sich rapide und bilden grünliche Teppiche. Dies könnte mit der Erhitzung des Wassers zusammenhängen. Mensch und Tier sollten die Blaualgen auf jeden Fall meiden, können die Bakterien doch Giftstoffe produzieren, die Hautreizungen, Kopfschmerzen, Brechreiz, Magen-Darm-Grippen und sogar Lähmungen und Leberschäden verursachen können. Der Stausee, der Weiher von Weiswampach und die Weiher bei Remerschen sind als Badegewässer ausgewiesen. Während der offiziellen Badesaison, die bis zum 30. September 2018 andauert, werde die Qualität dieser Badegewässer regelmäßig an den elf Messstationen überwacht, wie das Wasserwirtschaftsamt präzisiert.

Für die offiziellen Badestätten in Weiswampach und in Remerschen wurden keine cyanobakterielle Vermehrung beobachtet und das Baden ist dort aktuell noch erlaubt. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass kein Risiko für den Trinkwasserverbrauch aus dem Stausee besteht, da die Entnahme in einer Tiefe von 25 Metern stattfindet, wo die Konzentration von Cyanobakterien sehr niedrig ist und das Aufbereitungssystem restliche Bakterien wirksam eliminiert. Wenn man nach dem Schwimmen gesundheitliche Probleme hat, soll man mit dem Arzt sprechen und möglichen Kontakt mit den toxischen Cyanobakterien erwähnen.

Auch die Politik reagierte bereits. So möchte die CSV-Abgeordnete Martine Mergen von der Umweltministerin in einer Anfrage wissen, was man gedenkt, gegen diese Algen (die eigentlich Bakterien sind) zu unternehmen-


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