LUXEMBURG
CHRISTIAN BLOCK

Einblick in das Online-Kaufverhalten der Luxemburger

Die Luxemburger kaufen online lieber gedruckte Bücher als E-Books, während Filme und Musik bevorzugt in digitaler Form erworben werden. Das geht aus einer vor Kurzem erschienenen Statec-Veröffentlichung hervor. Während 58 Prozent der im ersten Trimester dieses Jahres befragten Internetkäufer angaben, ihre Romane oder Sachbücher online zu kaufen, deckten sich 23 Prozent in den zwölf Monaten vor der Umfrage mit digitalem Lesestoff ein. Mit 14 beziehungsweise 13 Prozent fast gleichauf liegen indes der Online-Erwerb von Magazinen und Zeitungen als Print oder digital. DVDs und CDs kamen noch bei 23 Prozent im Paket an, während 40 Prozent ihre Filme und Musik im Netz kaufen - Abo-Dienste wohl eingeschlossen. 36 Prozent kauften Videospiele und Software in Downloadform, nur acht Prozent als physische Datenträger.

Shoppen im Internet bleibt allgemein gesehen beliebt. Von den 1.500 Umfrageteilnehmern gaben 71 Prozent an, in den drei davorliegenden Monaten für private Zwecke im Internet Geld ausgegeben zu haben. Am häufigsten wurden dabei Bücher und Zeitschriften gekauft, Ferienwohnungen oder Hotels gebucht und Kleidung sowie Sportartikel bestellt. Etwas mehr als die Hälfte sicherte sich Tickets für das nächste Konzert oder Sportevent online, 54 Prozent kauften Filme oder Musik und 50 Prozent nahmen andere Reisedienstleistungen wie die Buchung des Flugtickets in Anspruch.

Ausländische Anbieter bei vielen Produkten erste Wahl

Befragt wurden die Teilnehmer der von TNS Ilres durchgeführten Erhebung auch, wo sie ihre Einkäufe tätigen. Auf luxemburgischen Webseiten wurden hauptsächlich Tickets reserviert oder Telekommunikationsdienstleistungen in Anspruch genommen. Über 40 Prozent kauften Lebensmittel (was wohl Lieferdienste beinhaltet). Zwischen 30 und 40 Prozent erwarben Zeitschriften und Zeitungen, analog wie digital, bei luxemburgischen Anbietern. Bei Hardware, Elektronik, Büchern, Kleidung, Filmen oder auch Musik überwiegen indes ausländische Shops.

Übrigens haben 56 Prozent der Online-Kunden zwischen einem und fünf Einkäufe in den drei Monaten vor der Umfrage getätigt, 24 Prozent zwischen sechs und zehn und immerhin 20 Prozent mehr als zehn Einkäufe.

Etwas mehr als 30 Prozent gaben dabei weniger als 100 Euro aus und genauso viele zwischen 100 und 500 Euro. Bei mehr als zehn Prozent belief sich die Summe auf mehr als 1.000 Euro.