GREVENMACHER
PATRICK WELTER

Bunt gemischte Präsentation „Mobilität im Osten“ in Grevenmacher

Trotz heraufziehender Wahlkampfzeiten waren gestern Bürgermeister und Minister unterschiedlicher politischer Farbe voll des Lobes der gelungenen Zusammenarbeit.

Wobei der Titel der gemeinsamen Pressekonferenz in Grevenmacher besser „ein Kessel Buntes“ geheißen hätte. Die Bandbreite war ausgesprochen weit: Von der Vorstellung zweier neuer P&R-Plätze in Grevenmacher - siehe Seite 18 - über die Präsentation einer neuen Buslinie und den Zeitplan für einen besseren Bahnanschluss nach Trier bis hin zu Plänen für eine Photovoltaik-Anlage an der Schleuse.

Neue Buslinie 465

Aufgrund der Bauarbeiten an der bisher eingleisigen Strecke Contern/Sandweiler - Hauptbahnhof, inklusive eines zweiten Pulvermühl-Viadukts, musste die Taktung der Nahverkehrszüge auf der Strecke Luxemburg - Wasserbillig auf eine Stunde heraufgesetzt werden. Um diesen klaren Nachteil für Pendler und andere Bahnnutzer auszugleichen, verkehrt ab sofort die neue Buslinie 465 in den Spitzenzeiten im Halbstundentakt auf der Strecke Wecker - Betzdorf - Roodt/Syr - Kirchberg. Damit wird nach den Worten von Infrastrukturminister François Bausch ein attraktiver Ersatz geboten.

Höhere Taktung und mehr Passagiere

Zum Fahrplanwechsel 2019 sollen alle Bauarbeiten abgeschlossen sein und die Kadenz der Züge nach Trier und Wittlich erhöht werden. Auf der Verbindung nach Wittlich werden die Züge als RB, also als Regionalbahn, die überall hält, im Stundentakt verkehren. Zunächst läuft die Verbindung noch über den Trier Hauptbahnhof. Mit dem Fahrplanwechsel 2021 soll dann endlich die sogenannte „Westtrasse“ auf dem linken Moselufer von der CFL befahren werden können. Diese Trasse führt durch Zewen, Trier-West, Trier-Pallien bis nach Schweich und weiter. Die Verzögerung kommt dadurch zustande, dass die Deutsche Bahn Probleme hat, die seit Jahrzehnten leerstehenden Bahnhöfe an der Strecke instand zu setzen. Mit der Eröffnung der Westverbindung wird mit einem zusätzlichen Fahrgastpotenzial von 5.000 bis 6.000 gerechnet. Die Fernzugverbindung nach Koblenz bleibt weiterhin bestehen.

Während sich frühere Umweltminister erbittert gegen Freiland-Photovoltaikanlagen ausgesprochen haben, wird jetzt auf Höhe der Schleuse - zwischen den beiden P&R-Plätzen - eine derartige Anlage errichtet, die Anlage soll sich nach einem Jahr amortisiert haben und Strom für 150 Haushalte liefern.