WELLENSTEIN
PATRICK WELTER

Premierminister Xavier Bettel besuchte gestern die „Domaines Vinsmoselle“

Der Premier hatte sichtlich Spaß bei diesem Besuchstermin, schließlich wird in den altehrwürdigen, aber modern ausgestatteten Hallen und Kellern der Genossenschaftskellerei in Wellenstein aus schnöden Trauben guter Wein gekeltert.

Premierminister Xavier Bettel und Weinbauminister Fernand Etgen waren gestern einer Einladung der „Domaines Vinsmoselle“ zur Besichtigung der Betriebsstätte in Wellenstein gefolgt. Für den Weinbauminister war der Besuch selbstverständlich alles andere als Neuland, aber der Premierminister ließ sich alle Produktionsschritte von der Traubenanlieferung bis zur Flaschenetikettierung von Bernd Karl, dem technischen Direktor der „Vinsmoselle“, und von Josy Gloden, dem Präsidenten der Genossenschaft, zeigen und erläutern. Beide betonen den Qualitätsanspruch, den die „Vinsmoselle“ heute vertritt, was beispielsweise eine hohe Anzahl von Weinpressen bedingt, um gleichzeitig die verschiedensten Traubensorten verarbeiten zu können.

Abstieg in die tiefen Keller

Neben den großen und kleinen Edelstahltanks lernt der Premierminister auch eine architektonische Besonderheit des Kellereigebäudes in Wellenstein kennen. In den Kellern gibt es noch einige Weintanks aus Beton, die innen mit Glas verkleidet sind, und die Vorläufer der heute üblichen Stahltanks waren. In noch größeren Tiefen fand die Delegation dann die klassische Weinromantik vor: Den Ausbau des Weines in Holzfässern, der heute allerdings den „Barrique“-Weinen vorbehalten ist.

Modernste Technik

Aus den menschenleeren Kellern ging es, an einem gewaltigen Flaschenlager vorbei, hinauf zur Abfüllung und Konfektion. Hier rattern und ackern derartig viele automatische Systeme, um Flaschen zu spülen, zu füllen, zu verkorken, dann zu etikettieren und zum Schluss auch noch in Kartons zu packen, dass der Laie sofort den Überblick verliert. Ganz ohne menschliche Hilfe und Überwachung geht es auch hier nicht. Xavier Bettel staunte über die technische Präzision der Abläufe in den Fließbandsystemen, sprach aber auch mit den Mitarbeitern der „Vinsmoselle“ über ihre Arbeit und ihre Arbeitsbedingungen. Ganz zum Schluss zogen sich die Regierungsdelegation und die Geschäftsleitung der Genossenschaftskellerei zu einem „Privatissimum“ - ohne Presse - zurück.