PASCAL STEINWACHS

Dass es der CSV-Politikerin Viviane Reding nicht an Selbstbewusstsein mangelt, das hatte vor einigen Monaten auch die Erzbistumszeitung (als sie noch nicht Mitte-rechts war, und die als ihr ehemaliger Brötchengeber natürlich ihre Pappenheimer kennt), festgestellt, als sie der Ex-EU-Kommissarin, die gerade ein Buch über ihre Roaming-Abenteuer veröffentlicht hatte, „zu viel Selbstlob“ und „maßlose Übertreibungen“ vorwarf. Gestern nun verriet Reding im RTL-Radio, dass sie hinter ihrem Spitzenkandidaten Wiseler stehe (was in diesem Fall nicht unbedingt ein gutes Zeichen ist), und sich selbst - „ech ka vill a stellen dat menger Partei zur Verfügung“- im Falle einer Regierungsbeteiligung ihrer Partei zum Beispiel als Außen-, Europa-, Wirtschafts- oder Finanzminister sehe, wobei Reding aber natürlich am allerliebsten Staatspremier würde.

Der designierte DP-General Claude Lamberty ist seinerseits nicht ganz so begeistert, wie ein Tweet aufzeigt: „D‘@VivianeRedingEU ass prett fir alles! Ausse-, Finanz-, Wirtschafts- oder Europaminister. Egal! Haaptsaach Minister! Si „ka vill“ a weess alles besser. Ma bei Pensiounen, Mindestloun a Wirtschaftswuesstem schwadronéiert si monter drop lass. Eben #CSVPudding #WëllJustMinisterGinn“...