LUXEMBURG
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Die Hauptstadt Luxemburgs ist das pulsierende Zentrum des Landes. Neben den Niederlassungen von großen Firmen sowie mehreren EU-Instituten findet man in Luxemburg-Stadt auch ein breites Angebot an Restaurants, Bars und anderen Lokalen. Die Hauptstadt punktet jedoch vor allem mit historischen Gebäuden und den Überresten der Festung, die im Zusammenspiel mit der modernen Architektur und der

Natur ein tolles Panorama ergeben. Hinzu kommen mehrere herausragende Museen sowie Kulturzentren und Theater, die ein interessantes Kulturangebot ergeben.

Oberstadt | UNESCO Tour

Beeindruckende Vielfalt

1994 erklärte die UNESCO die ehemaligen Festungswerke und die Altstadt Luxemburgs zum Welterbe. Als Fuß- oder Radweg, erschließen die UNESCO Touren ein außergewöhnliches Erbe in weniger als 90 Minuten. Nur selten bilden mittelalterliche, klassische und zeitgenössische Architektur solch eine städtebauliche Einheit wie in Luxemburg. Gru¨ne Täler, Flusslandschaften, Bru¨cken wohin das Auge reicht, dazu eine erhabene Architektur. Sie zusammen kennzeichnen das so typische kulturelle und vielfältige Bild Luxemburgs. Der Rundgang besteht aus elf Stationen und führt dabei an zahlreichen bedeutenden Plätzen, Bauwerken und Sehenswürdigkeiten vorbei. Los geht es am „Place de la Constitution“, weiter durch die Parkanlage im Petrusstal hin zum Heilig Geist-Plateau. Es folgt das Grund-Tor, die „Corniche“ und der Bockfelsen mit den Kasematten. Weiter geht es am Stadtwall entlang über den Fischmarkt, am Großherzoglichen Palast vorbei auf den „Place Clairefontaine“ und endet an der Kathedrale mit der angrenzenden Nationalbibliothek. LJ

www.tinyurl.com/UNESCOtour

Im Grund | Nationalmuseum für Naturgeschichte

Faszination für die Natur und ihre Geschichte

Das Nationalmuseum für Naturgeschichte im Grund bietet seit Mitte 2017 komplett erneuerte Dauerausstellungen. Diese wurde auf Grundlage einer Studie zur Neugestaltung des Museums ausgeführt. Gemeinsam mit den wissenschaftlichen Abteilungen und dem pädagogischen Dienst des Museums wurde Zug für Zug die inhaltlich-gestalterische Konzeption erarbeitet. Die neuen Dauerausstellungen entsprechen nicht nur dem Stand der Wissenschaft, sondern veranschaulichen auch Naturgeschichte und Naturwissenschaften auf eine moderne Art und Weise. Es wird dem Besucher ermöglicht, eine ganzheitliche Perspektive auf das Thema der Naturgeschichte zu entwickeln. Die Neugestaltung der Dauerausstellungen erlaubt es nun endlich, den Reichtum und die Vielfalt der Museumssammlungen in den Vordergrund zu stellen und ermöglicht auf diese Weise einen neuen Blick auf die Natur, ihre Geschichte und ihre Erforschung. Die zehn Säle der Dauerausstellungen verteilen sich auf die beiden unteren Etagen des früheren Sankt-Johann-Hospizes, die oberste Etage bleibt weiterhin den Sonderausstellungen vorbehalten. Zu letzteren zählt auch „UNexpected Treasures“. Die Sammlungsbestände der staatlichen Kulturinstitute Luxemburgs stellen ein einzigartiges Kulturerbe dar, das nicht nur den Instituten, sondern allen Bürgern gehört. Für diese Ausstellung im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres öffneten die staatlichen Kulturinstitute die Türen ihrer Sammlungsräume und präsentieren erstmals gemeinsam wahre Schätze aus ihren Beständen. Es ist eine kleine Auswahl, stellvertretend für insgesamt Millionen Objekte, die im Laufe der Jahrzehnte zusammengetragen wurden. Unterteilt in acht Hauptthemen, bietet die Ausstellung die Möglichkeit, sich Luxemburg und seinem kulturellen Erbe auch durch eine Reflexion über die Sammlungs- und Konservierungspraktiken in den einzelnen Kulturinstituten zu nähern und die sozialen und kulturellen Kontexte, in die die Objekte eingeschrieben sind, zu verstehen. „UNexpected Treasures“ läuft noch bis zum 26. August. Eine weitere Sonderausstellung ist „Rock Fossils“, die die geheime Liebe zwischen Paläontologie und Rockmusik thematisiert. Das geheime Verhältnis zwischen Rock und der Wissenschaft der Fossilien florierte lange im Untergrund, doch nun ist es an der Zeit, diese unwahrscheinliche Liebe zu enthüllen. Einige Paläontologen bekunden ihre Vorliebe für Rock und Metal, indem sie neue Arten von Fossilien nach ihren liebsten Rockstars benennen. Diese außergewöhnlichen Rock Fossils, zusammen mit der Musik, die ihre wissenschaftliche Entdeckung begleitet hat, sind unsterbliche Botschafter der Vielfalt und der Leidenschaft. Anders als die meisten anderen Sonderausstellungen, findet diese in den Gewölben von Neimënster statt, und zwar noch bis zum 9. September. LJ

www.mnhm.lu

Oberstadt | Großherzogliches Palais

Blick hinter die Kulissen

Am großherzoglichen „Palais“ sind die meisten schon dutzende oder gar hunderte Mal vorbeigelaufen. Ursprünglich ein Rathaus, wurde das Gebäude im Laufe von rund 450 Jahren mehrmals umgebaut. Seit 1890 dient der Palast den Großherzögen Luxemburgs als Stadtresidenz. Einen Blick hinter die Kulissen des beeindruckenden und geschichtsträchtigen Gebäudes kann man noch bis zum 2. September werfen. Täglich finden bis zu neun Führungen statt. Dabei hat man die Wahl zwischen Führungen auf Luxemburgisch, Deutsch, Französisch, Englisch oder Niederländisch. Die Führung dauert rund 50 Minuten.

Für Erwachsene kostet die Teilnahme zwölf, für Kinder bis zwölf Jahren sechs Euro. Kinder unter vier Jahren dürfen gratis an der Führung teilnehmen. Tickets können seit dieser Saison auch online über die Internetseite des Tourismusbüros der Stadt Luxemburg www.lcto.lu gebucht werden. Die online gekauften Tickets müssen zuvor beim Tourismusbüro auf der Place Guillaume II gegen eine Eintrittskarte eingetauscht werden. Ein Teil des Erlöses geht an die Stiftung des Großherzogs und der Großherzogin (Fondation du Grand-Duc et de la Grande-Duchesse). Personen mit besonderen Bedürfnissen werden gebeten, vor ihrem Ticketkauf telefonisch mit dem „Luxembourg City Tourist Office“ Kontakt aufzunehmen (+352 222809). Aus organisatorischen Gründen ist die Zahl von Teilnehmern mit Rollstuhl oder Rollator pro Führung begrenzt. Elektrische Rollstühle können leider nicht zugelassen werden. LJ

www.lcto.lu

Oberstadt | City Skyliner

360 Grad Panoramablick

Einen neuen, beeindruckenden und spektakulären Blick auf die Hauptstadt bietet der „City Skyliner“. Bereits vergangenes Jahr neben der „Gëlle Frau“ aufgebaut, ist der höchste und modernste mobile Aussichtsturm der Welt diesen Sommer wieder in der Hauptstadt und stellt ein echtes Highlight dar. Der „City Skyliner“ hat eine Gesamthöhe von 81 Metern und bringt die Besucher bis maximal 72 Meter in die Luft. Bei gutem Wetter sind laut Betreiber bis zu 29 Kilometer Panoramablick möglich. Die vollklimatisierte Kabine bietet Platz für 60 Personen. Die sehr angenehme, weiche Fahrt mit leichter 360 Grad Drehung machen den „City Skyliner“ zu einem unvergesslichen Erlebnis für die ganze Familie.

Nach dem Einchecken gelangt der Fahrgast durch den Wartebereich zur Skyliner Bar. Zur Wahl stehen hier verschiedene Getränke, die zur Aussichtsfahrt mit in die Kabine genommen werden können. Auch wartende Gäste lädt die Skyliner Bar zum Verweilen ein. Der Eintritt kostet sieben Euro für Erwachsene. Kinder bis zwölf zahlen vier Euro. Kinder unter vier erhalten freien Eintritt. Familien mit zwei Kindern zahlen insgesamt nur 19,40 Euro und bei Gruppen ab 20 Personen werden sechs Euro pro Person fällig. Der „City Skyliner“ ist sonntags bis donnerstags von 11.00 bis 22.00 geöffnet. Freitags und samstags von 11.00 bis 23.00. LJ

Bonneweg | Keine Pause im Sommer

„Rotondes“ bieten volles Programm

Eine einzigartige Location neben dem Gelände des hauptstädtischen Bahnhofs sind die zwei alten Lokschuppen. Im Sommer findet hier kein „Congé annuel“ statt, sondern in diesem Fall das Festival „Congés annulés“. Den ganzen Sommer über finden im Kulturzentrum im Stadtteil Bonneweg Veranstaltungen in Form von Konzerten und Filmvorführungen statt. Auch eine kleine Anzahl von Konferenzen, Mitmachprojekten und Workshops für jedes Alter wird es in den „Rotondes“ geben.

In diesem Sommer findet eine große Anzahl an Konzerten statt, bei denen für jeden etwas dabei sein wird. Es treten unter anderem am 4. August „Mutiny on the Bounty“ auf. Am 9. August unterhält die Newcomerin Fenne Lily mit „Indie Pop Musik“ und als Vorband tritt „C’est Karma“ auf. Die Australier Rolling Blackouts Coastal Fever werden am 14. August auf die Bühne der „Rotondes“ kommen.

Zu ihrem Programm gehört auch das „City Open Air Cinema – Freaks and Geeks“ das in Zusammenarbeit mit der „Cinémathèque“ organisiert wird. Dieses läuft vom 6. bis zum 23. August und zeigt Filme aus den letzten Dekaden, wie „Scott Pilgrim VS. The World“ und „Rushmore“.

Neben Filmklassikern werden auch zwei Dokumentationen vorgeführt. „When God sleeps“ wird am 5. August gezeigt und handelt von einem iranischen Rapper, der mit seiner Musik die Unterdrückung von Frauen und die Verletzung von Menschenrechten anprangert. Von da an befindet er sich auf der Flucht denn es wurde eine Fatwa gegen ihn ausgesprochen. Die zweite Dokumentation basiert auf Filmen, die Maya Arulpragasm und ihre engen Freunde über 22 Jahre gedreht haben. Sie handelt von der Verwandlung von Maya und ihrem Aufstieg. Matangi / Maya / M.I.A wird am 11. August vorgeführt. Jeden Mittwoch bis zum 31. Mai 2019 gibt es den „Open Floor“, der für alle Tänzer und Tänzerinnen zum freien Training genutzt werden kann. Ein Ort, wo sich Interessierte begegnen und gegenseitig voneinander lernen, zusammen arbeiten und Verbindungen schaffen können. Es ist also weder ein Kurs noch ein Workshop, sondern ein Freiraum für alle, die das Tanzen fasziniert.

Im Rahmen des „Congés annulés“ findet ebenfalls die Ausstellung „Une nouvelle Approche du Minigolf“ noch bis zum 26. August statt. Eine weitläufige Ausstellung über Minigolf mit einzelnen Stationen und der Möglichkeit, selbst Minigolf zu spielen. Am 23. und 24. August bietet der „We Ride – Biker & Skate Market“ an zwei Abenden alles an, was das Herz eines Bikers und Skaters begehrt - alles rund um Rad und Räder. Skateboard- und BMX-Workshops werden neben dem Verkauf von Gebrauchtem angeboten. Außerdem bietet das „Repair Café“ einen kostenlosen Reparaturdienst an. In den „Rotondes“ kann der Sommer also nicht langweilig werden. VP

www.rotondes.lu