MERSCH
LJ

Handwerk und Digitalisierung: Premier besucht Modulor in Mersch

Dass auch das Handwerk fit werden muss für die digitale Welt, ist mittlerweile eine Binsenweisheit. Das Thema steht ganz oben auf der Agenda der Innungen, der Verbände, der Handwerkskammer und der Regierung.

Noch letzte Woche hatte die „Chambre des Métiers“ zur „Journée eHandwierk“ geladen, bei der der auch Premierminister Xavier Bettel zugegen war. Bei der Veranstaltung zurück behalten wurde unter anderem auch, dass es wichtig ist, die „best practices“ zu zeigen, wie also ein Handwerksbetrieb mit der digitalen Herausforderung umgeht.

In diesem Sinne sahen sich gestern morgen der Premier und die Spitzen der Handwerkskammer in Begleitung mit dem Merscher Bürgermeister „Modulor menuiserie&design“ an. Den Betrieb hatte 2010 der junge Schreinermeister Kai Hengen gegründet, der mittlerweile 13 Mitarbeiter beschäftigt. Er arbeitet mit einer digitalen Plattform zusammen, die es dem Kunden ermöglicht, in ein paar Klicks sein Wunschmöbel zusammen zu setzen.

Das wird dann in Hengens Schreinerei hergestellt. Das Stück, das ohne Nägel oder Schrauben zusammen gesetzt werden kann, kann sich der Kunde zur Selbstmontage liefern lassen oder Modulor damit beauftragen es zu tun. Natürlich nimmt die Schreinerei auch Aufträge an, die über das Angebot auf der elektronischen Plattform hinaus gehen. Modulor zeichnet sich auch durch die Zusammenarbeit mit Designern aus, um innovative Produkte zu schaffen. Die Partnerschaft zwischen Kai Hengen und dem Designer Olaf Recht führte 2016 etwa zu Möbelkreationen, die bei der Ausstellung „De Mains de Maîtres“ gezeigt wurden. Kai Hengen nutzte gestern laut Pressemitteilung der Handwerkskammer auch die Gelegenheit um mit dem Premierminister ins Gespräch über das Manko an qualifizierten Mitarbeitern und an geeigneten Standorten für kleine und mittlere Unternehmen zu sprechen.


Unser Interview mit Kai Hengen:

tinyurl.com/ModulorKaiHengen