STEINFORT
DANIEL OLY

Anti-Verschwendungswochen in den Schulkantinen eingeläutet

Mit gutem Beispiel voran gehen, wieder einen Bezug zu den verwendeten Nahrungsmitteln herstellen: Die Betreiber der Schulkantinen von „Restopolis“ setzen sich hohe Ziele, um gemeinsam mit dem Problem der Lebensmittelverschwendung aufzuräumen. Der Verschwendung den Kampf ansagen - dazu haben sich das Landwirtschafts- und Bildungsministerium verpflichtet. Eine Kampagne soll nun für mehr Aufmerksamkeit für das Thema - auch bei den jüngsten Konsumenten - sorgen.

Woche der Lebensmittel

Gestern läutete deshalb das Ministerium für Landwirtschaft, Weinkultur und Konsumentenschutz mit seinem zuständigen Minister Fernand Etgen die „semaine AntiGaspi“ ein, eine Woche ganz im Zeichen der Bewahrung von Ressourcen und dem Kampf gegen die Verschwendung. In diesen sieben Tagen bis zum Sonntag, dem 4. Dezember, werden teilnehmende Köche in ihren Rezepten einen sparsamen Umgang mit den Lebensmitteln vermitteln, um in unserem Zeitalter der übermäßigen Konsumkultur ein Zeichen setzen - besonders, da jeder neunte Mensch weltweit hungern muss, während knapp ein Drittel der Lebensmittel sinnlos vergeudet wird. Dabei hat die Aktion gezielt die Jugend im Auge: „Schon in der Schule muss ein Respekt für Lebensmittel entwickelt werden, besonders nachdem unsere Reflexe der Weiterverwendung von Waren immer weiter zu verschwinden drohen“, meinte Etgen hierzu. Man habe deshalb auch eine Informationswebseite (www.antigaspi.lu) ins Leben gerufen, auf der sich weitere Tipps und Rezepte austauschen ließen.

Bildungsminister Meisch unterstrich dabei, dass sich die Schulkantinen der „Restopolis“-Services schon länger mit dem Thema der Verschwendung befassen würden und dass man deshalb anschließend eine eigene Themenwoche unter dem Motto „Manger bien, c’est jeter moins“ starten wolle. „Wenn es gut schmeckt, dann essen die Schüler auch auf - dann werfen wir weniger weg. Das ist ein Win-Win-Szenario für uns“, erklärt Meisch die Koch-Philosophie der Kantinen. Das Ziel ist klar: „Die jungen Leute sollen sich informieren und selbst engagieren“, meint Meisch. Wenn man auf diese Weise für bessere Gewohnheiten sorgen könne, sei das ein erster Erfolg. Denn: „Wenn wir alle unsere Gewohnheiten ein bisschen verbessern, ist ein großer Schritt getan“, erklärt Etgen.