LUXEMBURG/BITBURG
INGO ZWANK

Marcel Richards gewährt einen Einblick in das Band-Leben der Kölsch-Rock-Gruppe „Firlefanz“

Mer fiere Fastelovend“: Langsam, aber sicher, schunkeln sich die Karnevalisten und Narren schon ein - steht doch am „Elften im Elften“, also dem 11. November, in knapp zwei Monaten, der Start in die närrische Karnevalssession 2018/2019 an. Mit von der Partie wird auch wieder die „Kölsch-Rock-Band Firlefanz“ sein, wo manches der Mitglieder dem ein und anderen sicherlich aus der altbekannten Musikvereinsarbeit hierzulande bekannt sein dürfte. Marcel Richards, Frontmann der Band, stand uns Rede und Antwort über das meist närrische Treiben der Gruppe.

Wer ist „Firlefanz“?

Marcel Richards „Firlefanz“ ist eine Band, die 2013 aus der Taufe gehoben wurde. Aktuell setzen wir uns zusammen aus Markus Müller (Gitarre), Rainer Serwe an den Drums, Jennifer Cheney am Bass, Marina Gönen an der Trompete, Timo Zimmer am Keyboard und mir als Sänger. Hinzu kommt noch unser Luxemburger Techniker Ben Ehlinger.

Wie habt Ihr Euch gefunden? Wie wurde die Idee zur Band geboren?

Richards Ich bin schon seit Jahren im Karneval aktiv, sowohl hier in der Großregion als auch im sogenannten Kölner Speckgürtel. Mit Rainer und Marina habe ich in einer WG gewohnt. Wir drei sind auch noch übrig aus der einstigen Urbesetzung der Band.

Mir hat in der Großregion sehr oft die passende Stimmungsband gefehlt. Und so haben wir uns entschlossen, eine eigene Band im Raum Bitburg-Prüm auf die Beine zu stellen, die sich sehr dem Kölschen verschreiben soll. Hier in der Region ist man, was den Karneval durch die räumliche Nähe anbelangt, doch schon sehr dem Rheinland und damit Köln zugetan. Und als Band hat man auch eine große Bandbreite, eine große Auswahl an Liedern.

Wie sieht Euer Programm aus?

Richards Wir spielen Lieder von Brings, Bläck Fööss, Höhner, Kuhl un de Gäng, Kasalla, Cat Balou oder auch Paveier und De Räuber, eben von den Kölner Bands, die man kennt und die für Stimmung sorgen. Und diesem Liedgut, diesem Konzept, wollen wir auch außerhalb der Session treu bleiben. Vergleichbare Bands spielen ab und an Rock, gar AC/DC, doch wir wollen dem Kölschen verbunden bleiben. Keine Neue Deutsche Welle oder sowas zwischendurch. Auch im Hinblick auf unsere eigenen Lieder, die wir schreiben. So haben wir 2017 unseren ersten eigenen Song „Et Jlöck gesinn (Das Glück geseh’n)“ produziert. Andere eigenen Lieder sind in der Mache, die wir an unseren Probetagen in Angriff nehmen. Da findet dann auch unser Grillfest statt, mit dem wir uns bei den Helfern oder auch Sponsoren wie der Firma Thome-Bormann aus Prüm bedanken, die uns unseren eigenen Tourbus für die Auftritte zur Verfügung stellt.

Wie sieht denn eine Session bei „Firlefanz“ aus?

Richards Unsere Hauptauftrittszeit ist wirklich zwischen dem 11. November und Aschermittwoch, mit Schwerpunkt Januar und Februar. Da kann es schon einmal sein, dass wir bis zu sechs Auftritte am Abend haben.

Dabei stellen wir selbst den Anspruch auf, dass wir, zusammen mit unseren Helfern, die uns in der Session unterstützen, innerhalb von drei Minuten unseren Aufbau in den Sälen hinbekommen, damit die Sitzungen nicht allzu sehr ins Stocken kommen. Unsere Auftritte, die in der Regel 25 Minuten dauern, finden dabei quasi in der Großregion und darüber hinaus statt, von der Mosel bis hoch nach Euskirchen. In Luxemburg mussten wir aufgrund kurzfristiger Anfragen leider schon einige Veranstaltungen absagen, da wir es einfach nicht mehr in den Terminplan einbauen konnten.

Und in den anderen Monaten?

Richards Da spielen wir auch - zum Beispiel bei „Kölschen Abenden“ - wie am 27. Oktober in Mettendorf, wenige Minuten von Luxemburg entfernt - aber eben auch nur Kölsche Lieder.

Könnt ihr denn selbst noch etwas Karneval feiern?

Richards Wir feiern zusammen auf der Bühne. Für andere närrische Aktivitäten bleibt uns in der Fünften Jahreszeit eher wenig Zeit.

Ihr seid musikalisch aber auch anderweitig in Luxemburg aktiv?

Richards Ja, natürlich. Ich bin unter anderem als Leiter der „Harmonie Municipale“ Vianden tätig, wo ich auch für die Jugendausbildung verantwortlich bin. Marina ist Trompetenlehrerin bei der „Union Grand-Duc Adolphe“, Rainer ist Dirigent der Harmonie Ettelbrück. Timo ist als freischaffender Keyboarder unter anderem auch in Bars in Luxemburg musikalisch anzutreffen.

Wo siehst Du die Band in ein paar Jahren?

Richards Dadurch, dass ich schon sehr viel im Kölner Raum unterwegs war und auch noch bin, und einige Kontakte auch zu dortigen Karnevalsgesellschaften habe, wäre es natürlich sehr schön, dort einmal Fuß zu fassen. Doch in Köln ist schon eine extreme Dichte an Musikbands vorhanden. Vor allem aber sehe ich uns immer noch hier bei Auftritten in der Großregion.


Kontakt zu „Firlefanz“: Mobil: 0049-1604411794 - Email: firlefanz-musik@web.de - auf Facebook unter musik.firlefanz