LUXEMBURG
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Universität richtet mit „BICS Challenge“ Informatikwettbewerb nur für Schüler aus

Endlich mal eine Drohne entwerfen und zwar nach den ganz eigenen Vorstellungen? Oder zeigen, wie man mit einer¨App selbstfahrende Autos steuern kann? Schüler, die das drauf haben, können sich jetzt bei einem Informatikwettbewerb der Universität Luxemburg beweisen. Dafür hat die Uni zum ersten Mal die „BICS Challenge“ ausgeschrieben.
Der Wettbewerb richtet sich sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene an alle Schüler, die sich am Ende der Sekundarstufe befinden und zwischen 15 und 18 Jahren alt sind.

Die Teilnehmer können auf der Internetseite des Projekts eine Aufgabe aussuchen. Insgesamt stehen den Schülern verschiedene Themen im Bereich Naturwissenschaften und Informationstechnik zur Auswahl: Zum einen die Aufgabe eines Entwurfes und der Illustration eines Designs für ein neues Drohnenmodell, dann die Erklärung der Vor- und Nachteile von JavaScript oder der Entwurf einer mobilen App für selbstfahrende Autos. Wer sich mit diesen drei Themen noch nicht anfreunden kann, der fühlt sich vielleicht bei Definition, Illustration und Kritik des Turing-Tests angesprochen und herausgefordert.

iPad und Apple Watch zu gewinnen

„Die Schüler haben wirklich die Wahl. Ziel ist, sie nicht in der Realisierung ihres Projekts einzuschränken, damit ihre Kreativität so erfolgreich wie möglich geweckt wird“, stellt Professor Nicolas Guelfi, Direktor des Studiengangs „BICS“, klar. Um bei dem Wettbewerb mitzumachen, muss jeder Teilnehmer eine Präsentation erstellen, die eine Lösung auf die ausgesuchte Aufgabe darstellt. Reicht ein Team aus Schülern eine Aufgabe ein, müssen alle Schüler an derselben Schule eingeschrieben sein. Die Präsentationen können die Schüler bis zum 5. Februar online abliefern. Bei der Sprache haben die IT-Fans die Wahl: Die Projekte können auf Luxemburgisch, Französisch, Deutsch oder Englisch abgeliefert werden. In die endgültige Bewertung fließen verschiedene Kriterien ein: Zum einen die Fähigkeit des Schülers, sich mit naturwissenschaftlichen Themen und digitalen Technologien auseinanderzusetzen, zum anderen spielt aber auch die Kreativität der jeweiligen Präsentation eine Rolle. Die Ergebnisse sollen am 1. Juni 2018 veröffentlicht werden. Unter den besten Präsentationen werden verschiedene Preise vergeben, wie etwa ein iPad und eine Apple Watch. Die Preise selbst werden dann anlässlich einer Zeremonie überreicht, welche für Ende Juni geplant ist.

Später IT in Belval studieren

Auch nicht uninteressant für IT-interessierte Schüler dürfte der neue Studiengang an der Universität Luxemburg sein: Der „Bachelor in Computer Science (Academic)“ (BICS) ist in diesem akademischen Jahr an der Fakultät für Naturwissenschaften, Technologie und Kommunikation (FSTC) gestartet. Die Fakultät befindet sich auf dem neuen Campus Belval.

Das Studium zielt darauf ab, die Studenten theoretisch und praktisch zum Entwickeln von qualitativen Computerprogrammen zu befähigen.

Gefördert werden zunächst die Kreativität sowie der Umgang mit wissenschaftlichem Arbeiten und digitalen Technologien. Unterrichtet wird unter anderem zu den Schwerpunkten theoretische Computerwissenschaft, Informationssysteme, Algorithmen, lineare Algebra, „Software Engineering“ sowie Mensch-Computer-Interaktion.

Die Hauptunterrichtssprache ist Englisch. Im zweiten Studienjahr steht ein Auslandssemester auf dem Studienablaufplan.

Ist der „BICS“ in der Tasche, können die jungen Leute ihr Studium in einem Masterstudiengang im Bereich der Natur- und Ingenieurswissenschaften weiterführen. Zudem ist der Zugang zu Universitäten im Ausland möglich.

Die Projekte können bis zum 5. Februar eingereicht werden. Weitere Informationen, auch zum Studiengang, unter bics.uni.lu