Kloertext - Überschwemmungen in den Flüchtlingscamps in Bangladesch

Aufgrund von Repressionen und Verfolgungen in Myanmar flohen vor rund einem Jahr 700.000 Angehörige der muslimischen Volksgruppe Rohingya ins Nachbarland Bangladesch. Starke Monsun-Regenfälle haben in den vergangenen Tagen in den Flüchtlingscamps und Notunterkünften der Rohingya schwere Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, Unicef, ist vor Ort aktiv.

 

„Bei den Rohingya handelt es sich um eine vergessene humanitäre Katastrophe. Die instabilen Hütten, die sich auf schlammigem Lehmboden befinden, können den Menschen kaum Schutz bieten. Hunderte Notunterkünfte konnten den Regenfällen und Erdrutschen bereits jetzt nicht mehr Stand halten. Dabei hat die Regenzeit ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Die Monsun-Regenfälle verschlimmern die bereits jetzt prekäre humanitäre Situation der Kinder in Bangladesch, so unter anderem im Flüchtlingslagers der Stadt, Cox’s Bazar.

Die humanitären Bedingungen in den Flüchtlingscamps waren indes bereits vor Beginn der Regenzeit problematisch. Viele Menschen leben hier auf zu engem Raum in dürftigen Unterkünften, in denen Kindern erhöhten Risiken für ihre Gesundheit und Sicherheit ausgesetzt sind. Neben der Zerstörung von Unterkünften und anderen Noteinrichtungen führt der starke Regen zur Überflutung der Zugangsstraßen und erhöht das Risiko von gefährlichen Krankheitsausbrüchen wie Durchfall und Cholera. Für viele Rohingya bedeutet dies, dass sie erneut ihr Zuhause verlassen müssen.

Unicef versorgt Familien mit Hilfsgütern wie Plastikplanen, Hygienepaketen, stellt Spiel- und Lernutensilien bereit und evaluiert die Lage vor Ort, um unter anderem die vorhandenen Lernzentren aufrechtzuerhalten und auszuweiten, damit die Kinder während der Monsunzeit weiter lernen können.

Unicef Luxemburg startet in den nächsten Tagen eine neue Kampagne, und ruft dringend zu Spenden auf. Schon 90 Euro reichen beispielsweise aus, um für 150 Leute für einen Monat Wasserreinigungstabletten zu besorgen. Wer spenden will, kann dies im Internet auf www.unicef.lu/monsun tun, oder aber via Überweisung auf das Postscheckkonto (CCP) LU 71 1111 2144 2050 000, dies mit dem Stichwort ‚Urgence Monsun.‘“