CLAUDE KARGER

Die „Reporter“ fühlten am Dienstabend dem Premier ordentlich auf den Zahn. Wobei der „Ech si wéi ech sinn“-Regierungstrainer mit dem kollegialen, einnehmenden Stil, der schon mal Divergenzen zwischen Ministern in wenigen Minuten zu killen vermag, auch über seinen Kontrahenten CSV-Kapitän gelöchert wurde. „Mit Claude Wiseler könne er menschlich auch gut, betonte Bettel. ,Doch Claude hat den Nachteil, dass er oft zögert‘. Er ist also quasi der Anti-Bettel“, berichten die „Reporter“. Über den christsozialen Challenger berichtete indes gestern die Deutsche Presse-Agentur. Der sei ein echter Bücherwurm, wenn er nicht gerade mit dem Motorrad rumbraust, die „Stones“ hört oder wahlkämpft: „Ich lese nur Bücher auf Papier und kann keines wegwerfen. Deswegen ist das Zuhause eine Katastrophe. Jeder Raum ist voller Bücher“. Na, bei dem Gewühl wundert es nicht, dass der „Plang fir Lëtzebuerg“ so lange verschollen war... Auf jeden Fall würde er im Premier-Fall diesen Plan umsetzen, „und das wird viel, viel Arbeit“. Ach, tatsächlich? Ordentlich malochen muss dieser Tage auch der Kulturentwicklungsplankoordinator, soll er doch am 26. September die definitive „Roadmap“ vorlegen. Dass das „Wort“ ihn gestern „Jo Koks“ schimpfte, hat er beileibe nicht verdient. Es geht sicher auch ohne harte Drogen.