LUXEMBURGNICO PLEIMLING

Das britische Trio „Beak ›“ heute im Exit07

Mit Geoff Barrow, dem Multiinstrumentalisten und Produzenten von „Portishead“ an den Drums, dem „Fuzz Against Junk“-Bassisten Billy Fuller und Matt Williams, dem Keyboarder von „Team Brick“, alias „Beak ›“, gibt es heute Abend im Konzertsaal des „Carré Rotondes“ ein musikalisches Konzept der anderen Art zu entdecken. Die drei Musiker aus Bristol haben sich nämlich darauf geeinigt, ihre Studioaufnahmen durchgehend live zu improvisieren. Sie spielen zusammen in einem Raum, ohne festgelegte oder niedergeschriebene Ideen und nach den Aufnahmen wird nichts mehr daran geändert. Demnach gibt es genau das zu hören, was im Studio passiert ist.

Bei Live-Auftritten von „Beak ›“ kann das Publikum sich demnach auch auf Improvisations-Momente einstellen, obwohl das Trio ausschließlich Stücke von seinen beiden Alben und der neuen Single „Mono“ spielen wird. Die Musiker sehen „Beak ›“ indes nicht als Nebenprodukt und stecken viel Energie und Leidenschaft in diese Band.

Wie haben die drei Protagonisten in der englischen Stadt Bristol zueinander gefunden?

Billy Fuller Geoff (Barrow) hat das Label „Invada“ 2003 gegründet und „Fuzz against Junk“ war eine der ersten Bands, die dort unterschrieben haben. Wir kennen uns also schon eine Weile. Mit 500.000 Einwohnern ist Bristol auch relativ übersichtlich und so laufen sich Gleichgesinnte eh ab und zu über den Weg. Wir haben 2009 mit Matt (Williams) ein wenig herummusiziert und daraus ist schließlich „Beak ›“ entstanden.
Geoff Barrow ist natürlich der bekannteste Musiker dieser noch relativ jungen Band. Gibt er auch musikalisch den Ton an?

Fuller Nein, keineswegs. Es gibt keinen Hauptakteur bei „Beak ›“ und die Musik ist nicht, wie man fälschlicherweise meinen könnte, vom Trip-Hop geprägt. Im Gegenteil: Wir gehen ganz andere musikalische Wege. Als Referenzen kann man Dub oder Krautrock nennen, aber wir wollen uns nicht in eine Schublade drängen lassen. Unsere Musik entsteht spontan, keiner von uns kommt in den Proberaum gestürmt und behauptet das geilste Riff der Welt entdeckt zu haben.

Ihr habt eure eigene Herangehensweise, um neue Stücke zu entwerfen und spielt
eigentlich aus dem Gefühl heraus drauf los?

Fuller Ja, das stimmt. Inzwischen, nach zwei Platten, weiß auch jeder, wie die Bandkollegen ticken, aber es stellt sich keine Routine ein, wie man vielleicht befürchten könnte. Wir verwerten aber nicht alles, was bei unseren Sessions entsteht. Für die Konzerte müssen wir uns allerdings mit dem Material auf unseren Platten auseinander setzen und quasi lernen, um es dann live spielen zu können. Das Set im Exit07 wird hauptsächlich aus Material von der neuen Scheibe und den beiden Stücken der aktuellen Single bestehen.


Einlass für das Konzert von „Beak ›“ ist um 21.00, eine halbe Stunde später geht’s los

mit einem DJ Set von „Miami Bitches“.

Tickets gibt es noch an der Abendkasse für 15€

www.exit07.lu / beak.bandcamp.com