LUXEMBURG
NICO PLEIMLING

Entstehung und Gewinnung von Diamanten

Diamanten bilden sich typischerweise in einer Tiefe von etwa 150 Kilometern und bei Temperaturen von 1200 bis 1400 Grad Celsius. Erdmantelgesteine sind die Muttergesteine der Diamanten. Bruchstücke des Erdmantels mit den enthaltenen Diamanten werden von gasreichen vulkanischen Gesteinen bei ihrer Eruption an die Erdoberfläche transportiert, wo sie in den Pipes, vulkanischen Eruptivschloten, abgebaut werden. Die Transportgeschwindigkeiten aus der Tiefe werden auf wenige Stunden geschätzt, so dass aufgrund der Schnelligkeit keine Phasenumwandlung zu Graphit stattfindet.

Diamanten entstehen häufig bei Meteoriteneinschlägen

Diamanten werden auch in den Pipes der erloschenen Kimberlitvulkane gewonnen, die senkrecht nach unten –

zuerst im Tagebau, dann unter Tage – abgebaut werden. Dabei wird das Muttergestein zermahlen, um die Diamanten abzubauen. Im Südwesten Afrikas und vor allem in Namibia kommen Diamanten auch in der Wüste sowie im Küstenbereich des Meeres unter Wasser vor. Dort werden spezielle Schiffe eingesetzt, die die Diamanten aus dem Sand waschen.

Mikrodiamanten entstehen vor allem bei Meteoriteneinschlägen

Bei den hohen Temperaturen und dem Druck, der dabei auftritt wird irdischer Kohlenstoff so stark komprimiert, dass sich kleine Diamantkristalle bilden. Diese lagern sich aus der Explosionswolke ab und können noch heute in der Umgebung von Meteoritenkratern, wie dem Barringer-Krater, nachgewiesen werden.

Es gibt nicht nur sehr alte Diamanten

Anhand ihrer Einschlüsse kann das Alter der Diamanten bestimmt werden. Diese wachsen gleichzeitig mit dem Diamant, der sie umschließt, und bestehen oft aus Silikatmineralen der Umgebung. Das Alter der Silikatminerale kann mit der Geochronologie anhand ihrer isotopischen Zusammensetzung determiniert werden.

Dass die Diamantbildung immer wieder zu verschiedenen Zeiten über alle Erepochen hinweg stattfand, lässt sich anhand der inzwischen großen Datenbank an Isotopendaten feststellen.

Synthetische Diamanten

Sie sind in ihren chemischen und physikalischen Eigenschaften, sowie in ihrem kristallographischen Aufbau mit den natürlich vorkommenden Diamanten identisch. Der einzige Unterschied ist, dass sie mit Hilfe von Maschinen von Menschen hergestellt wurden.