LUXEMBURG
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Im Jemen herrscht seit März 2015 Bürgerkrieg. Damals besetzten die Rebellen Regionen im Norden und zwangen die Regierung ins Exil. Eine saudi-arabisch geführte Militärkoalition unterstützt die Exilregierung und fliegt regelmäßig Luftangriffe auf die Rebellen. Regierung und Rebellen verfolgen eigene Interessen und kooperieren nicht mit den Hilfsorganisationen.

„Derzeit sind im Jemen 1,8 Millionen Kinder unterernährt, 400.000 Kinder drohen zu verhungern, von denen sich wiederum 40 Prozent in der umkämpften Hafenstadt Hudaida aufhalten, wo es noch ein funktionierendes Spital gibt. Wie wir von unseren Leuten gehört haben, die vor Ort weilen, hat sich die Lage inzwischen weiter verschlechtert, machen es die Konfliktparteien doch nahezu unmöglich, die humanitäre Hilfe zu verteilen. Die Situation für die Kinder ist dann auch die Hölle auf Erden.

Das zutiefst abgemagerte Mädchen, das noch vor einigen Tagen noch auf der Titelseite der ‚New York Times‘ weltweit für Entsetzen sorgte, ist inzwischen verstorben, so wie im Jemen jedes Jahr 30.000 Kinder an Mangelernährung sterben. Auch sind viele Jemeniten zu arm, um sich behandeln zu lassen, wobei nicht nur Hunger und Gewalt, sondern auch Krankheiten das Leben der Menschen, besonders aber dasjenige der Kinder bedrohen. So hat die Hälfte der Kinder keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser oder sanitären Anlagen; mehr als 1,1 Millionen Menschen sind im Jemen an Cholera erkrankt, davon rund 320.000 Kleinkinder.

Dank der Unicef-Schluckimpfungen – und das ist neben der Stabilisierung der ganz schlimmen Unterernährung ein kleiner Erfolg für uns – konnte die Zahl der Cholera-Erkrankungen im Vergleich zum vorigen Jahr um 90 Prozent reduziert werden.

Wir wissen, dass wir den Konflikt im Jemen nicht beenden können, fordern aber wenigstens ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe. Wir geben die Hoffnung nicht auf.“

Wer spenden will, kann dies im Internet auf www.unicef.lu/yemen tun