ANNETTE DUSCHINGER

Während es politisch hierzulande zugeht wie auf einem orientalischen (Teppich-)Basar und bunt-fröhliches sehr abwechsungsreiches Treiben und Feilschen herrscht, wobei gerne auch mal eine Hand die andere wäscht oder jemand das ein oder andere Bakschisch in Form von Strafvereitelung verspricht, diskret und verschwiegen die Platte zu putzen, gibt es glücklicherweise auch noch die andere Sorte von Basaren. Denn unter diesem Begriff versteht man auch den Verkauf von Waren für wohltätige Zwecke.

So traf man sich am vergangenen Wochende, drei Wochen nach dem traditionellen Rot-Kreuz-Basar, an zwei Tagen zum Internationalen Basar. Und siehe da: Das Publikum kam in Strömen. Da befürchtete man noch, dass in Krisenzeiten das Portemonnaie nicht mehr so locker sitzt, dass man sich eher zu Hause einigelt und schon gar nichts mehr für die Ärmsten der Armen in Luxemburg oder sonstwo auf der Welt übrig hat - weit gefehlt. Ob es nun das Bedürfnis ist, unter Leute zu gehen, sich ein paar Stunden in eine ferne Welt entführen und den Alltag hinter sich zu lassen, ob man hofft, mit Bekannten ein Gläschen trinken zu können oder tatsächlich helfen möchte, sei dahingestellt.

Geselligkeit scheint in zu sein, vielleicht gerade wegen der wirtschaftlich und politisch unsicheren Zeiten. Auf alle Fälle aber zur Freude der rund tausend Ehrenamtlichen mit ihren sozialen Projekten.