LUXEMBURG
JEFF KARIER

Tüftler aus Luxemburg hat einen neuartigen Heizkörper erfunden

Bei Temperaturen, wie sie in den letzten Tagen herrschten, ist eine effiziente Heizung für Zuhause Gold wert. Einen neuartigen Heizkörper, der energiesparend sein soll, hat ein Tüftler aus dem Großherzogtum entwickelt. Raymond Knaus hat fünf Jahre an seinem „Energieknauser“ gearbeitet und rund 30.000 Euro in dessen Entwicklung gesteckt.

Wärme länger am Boden

„Mit ihm kann man sowohl heizen, lüften als auch kühlen“, erklärt Kanus. Zum Heizen wird warmes Wasser über die üblichen Anschlüsse in den Radiator gepumpt. Dieser ist flach, liegt horizontal im Gehäuse und unterteilt dieses so in zwei Kammern. An den Seiten der oberen und unteren Kammer wird Luft angesaugt und im Inneren erwärmt. Die Luft wird anschließend durch Öffnungen an der Vorderseite direkt auf Bodenhöhe geblasen. „So bleibt die Wärme länger unten“, führt der 72-jährige Erfinder aus.

Optional kann ein Loch in die Mauer gebohrt werden, um frische, unverbrauchte Luft in den Heizkörper zu ziehen, die wiederum aufgeheizt wird.

In dem Heizkörper verbaut sind Granitsteine, die als Wärmespeicher funktionieren sollen und auch dann noch Wärme an die Umgebung abgeben, wenn der Heizkörper aus ist. Eine Klimatisierung des Hauses kann laut Knaus durch ein zusätzliches Kühlaggregat erreicht werden, das die Hauptrohre der Heizungsanlage und somit das Wasser, das durch die Heizkörper fließt, kühlt. Gesteuert werde die Temperatur über einen Temperaturregler.

Rund 50 ProzentEnergieersparnis

Wie Knaus erklärt, brauchen herkömmliche Heizkörper sechs Liter Wasser, wohingegen der von ihm entwickelte mit zwei Litern auskomme. „Rund 50 Prozent Energie können eingespart werden“, führt Knaus aus. Dies habe er von einem Ingenieur ausrechnen lassen. Aufgrund der kleinen Bauform spart man außerdem Platz und auch die Kosten für einen „Energieknauser“ seien um rund die Hälfte niedriger als bei herkömmlichen Heizkörpern. Weitere Kosten würden jedoch anfallen, wenn etwa keine Steckdose in der Nähe des Heizkörpers ist, da dieser Strom für die kleinen Ventilatoren braucht. Dann müsste eine Stromleitung gezogen werden.

Aufgrund des Energieeinsparpotenzials seiner Erfindung geht Knaus davon aus, dass auch der Staat Interesse an dieser haben könnte und „eine Hand mit anpacken“ würde. Schließlich würde so auch viel CO2 eingespart werden. „Ich habe bereits ein Patent für Luxemburg. Das für die EU ist beantragt“, erklärt der Tüftler, der die Kosten hierfür selber trägt. Und auch ein Hersteller ist bereits gefunden. „Die Heizkörper werden in Wiltz vom CIGR hergestellt.“ Knaus hat für die Initiative extra ein Schweißgerät gekauft und es soll noch eine Maschine zum Biegen der Aluminiumbleche folgen. Er wolle somit helfen, dass vor allem arbeitslose Menschen über 50 so wieder eine Arbeit finden.

Auf der Suche nach Partnern

Um den „Energieknauser“ an den Mann zu bringen, sucht Knaus nun einen Vertriebspartner aus der Heizungsbranche. „Dieser erhält als Gegenleistung das Monopol für Luxemburg oder sogar ganz Europa“, führt Knaus aus. Mit den Einnahmen wolle er seine Unkosten decken und den Rest einem guten Zweck zukommen lassen. Wer mehr über den „Energieknauser“ erfahren möchte, kann Raymond Knaus über die Nummer 23 62 01 73 erreichen.