CLAUDE KARGER

Traute Einigkeit über Effizienz und ausreichende Tragweite der Rentenreform herrscht selbst auf den Majoritätsbänken nicht. Besonders bei der CSV wird über das Vorhaben des Sozialministers geargwöhnt. Aus unterschiedlichen Einstellungen heraus, versteht sich. So hat der ehemalige Oberlenker des christlichen Gewerkschaftsbunds, Webesch Rob, schon mal erklärt, dass das Sozialabbau verheißende Konstrukt seine Unterstützung jedenfalls nicht erhalten wird. Parteiräson hin oder her. Ob der Generalkassierer des FNCTTFEL-Landesverbands, der für Vera Spautz ins Parlament nachrückende Roland Schreiner, sich ihr entziehen wird, ist unklar. RTL hätte den Schifflinger Gewerkschaftsfunktionär liebend gerne im Interview danach gefragt - doch Schreiner, bei Anti-Rentenreform-Demos immer auf den vorderen Rängen zu sehen, ließ sich kurzfristig entschuldigen, angeblich aus Angst vor unangenehmen Fragen. Auf jeden Fall gegen die Reform stimmen dürfte der Benjamin unter den Deputierten. In einer Tribüne im Samstags-Wort bezeichnet Serge Wilmes (CSV) das Gesetzwerk als „Wundertüte“ mit reichlich Tücken und Lücken, das nicht ausreicht, um das System auf Nachhaltigkeitskurs zu bringen. Ob seine Fraktion Wilmes am Mittwoch reden lassen wird? Wir sind gespannt.