LUXEMBURG
BILL WIRTZ

„Electropia“: das größte Electro-Festival Luxemburgs am 9. und 10. November in der Luxexpo

An diesem Wochenende findet in der „Luxexpo the Box“ auf Kirchberg zum ersten Mal das „Electropia“ statt. Dieses Electro-Musik-Festival ist zwar nicht das erste Event für Electro-Liebhaber in Luxemburg, doch es ist bei weitem das erste seiner Art, meint Promoter Dany Crovisier vom städtischen Melusina Club: „In dieser Größenordnung und mit diesen bekannten Namen gab es bisher noch keine Veranstaltung im Bereich Electro im Großherzogtum.“

Deep house, Electro-soft, Bass-sound, Soft-house, Tech-house, Ibiza-sound, Berlin-sound, Detroit-techno: Die Liste an verschiedenen Genres ist lang, und soll den etlichen Zuschauern Abwechslung bieten. Crovisier erklärt, dass es am Freitag (9. November) kommerzieller zugehen soll, während man am Samstag (10. November) eher auf den Bereich der House-Musik setzen würde. Insgesamt erhoffen sich die Organisatoren 3.000 Zuschauer am Tag, was für Luxemburg eine ordentliche Zahl ist. „Wenn dieses Festival ein Erfolg wird, dann können wir sehr gut über Nachfolge-Projekte nachdenken, und Luxemburg kann sich einen weitaus besseren Standpunkt im Bereich Electro verschaffen“, so Dany Crovisier. In der Tat müsste man über eine potenzielle zweite Edition bereits jetzt schon nachdenken, da Crovisier erklärt, dass die Einladungen für die DJs insgesamt ein Jahr dauerten. „Klar, DJs findet man immer, doch wenn man diese DJs will, muss man organisiert sein.“

Alles muss stimmen

Als „Project Manager“ eines solchen Festivals stehe man schon unter Druck. Alles muss stimmen: Logistik, Empfang der Künstler, Zuschauerzahlen, Promotion, und so weiter. Ausdiesem Grund haben die Organisatoren des Electropia auch stark in Werbung investiert: „Werbung im Kino, vor Schulen, auf sozialen Netzwerken (mit vier Millionen Interaktionen auf Snapchat zum Beispiel!), auf YouTube oder vor Einkaufszentren, wir wollen überall sein“, so der Promoter. Crovisier wäre auch persönlich ein Fan von Electro, und obwohl es am Wochenende viel Arbeit für ihn geben wird, würde er sich doch freuen es mitzugenießen.

Electropia will auch innovativ wirken. Das merkt man an den Teaser- und Trailer-Videos im Netz, doch auch für die eigene Logistik. Das Festival ist komplett „cashless“, das heißt es kann nur mit Karte gezahlt werden. „Es ist ein Challenge“ sagt Crovisier, der weiß, dass im bargeldfreundlichen Luxemburg nicht jeder sich überzeugen lässt, doch auch hier schlägt das Festival eine innovative Lösung vor: Das Festival-Armband ist ebenfalls ein Zahlungsmittel. Das „E-Coin“ ist das offizielle Zahlungsmittel des Festivals (Wert von einem E-Coin sind zwei Euro), und kann vor und während der Veranstaltung auf das Armband geladen werden, und als Zahlungsmittel genutzt werden. Wechselgeld falsch zurückbekommen oder es verlieren, könne so nicht passieren. Und wer seine „E-Coins“ nicht komplett aufgebracht hat, bekommt sie bis zum 18. November zurück.

Alles in allem will Electropia futuristisch wirken, und das scheint bisher zu gelingen. Nun bleibt abzuwarten, wie viele Zuschauer sich dieses Wochenende musiktechnisch in die Zukunft beamen lassen wollen. Electro hätte auf jeden Fall eine Szene in Luxemburg und in der Großregion.

Das Line-up

Freitag, 9. November

Lvndscape: 21.00-22.30

WolfPack: 22.30-0.00

R3hab: 0.00-1.30

Afrojack: 1.30-3.00

Juicy M: 3.00-4.30

D.O.D.: 4.30-6.00

Samstag, 10. November

Beatamines & Matchy: 22.30-00:00

Claptone: 0.00-1.30

Aka Aka: 1.30-3.00

Derrick May: 3.00-4.30

Klaudia Gawlas: 4.30-6.00

Die Türen öffnen jeweils um 20.00. An beiden Tagen findet im Anschluss im Melusina eine After-Party statt.

Mehr Informationen zu Electropia findet man auf der Webseite des Festivals: www.electropia.eu