PASCAL

Nun soll es also ein Holländer und Sozialdemokrat werden, der Nachfolger des Premierchefs in dessen Job als Eurogruppenmanitu. Jeroen Dijsselbloem heißt zwar verdammt unaussprechlich und gehört zu allem Überfluss auch noch dem parteiinternen Zirkel der „roten Ingenieure“ an, bringt dafür aber die besten Voraussetzungen für den Eurogruppenjob mit sich: Er hat Erfahrung (immerhin gehört er dem niederländischen Kabinett schon seit über einem Monat - 5. November 2012 - an), hat die richtige Ausbildung (er studierte Agrarökonomie) und steht im Ruf, „nicht nur ein ernsthafter, sondern auch ein humorloser Politiker zu sein“, wie die FAZ den Unbekannten gestern beschrieb.

Damit beweist die EU jedenfalls wieder mal ganz arg, dass es ihr mit der Jobaufwertung des Eurogruppenvorsitzes in diesen Schwierigstzeiten wirklich ernst gemeint war. Dasselbe gilt dann auch für die unablässigen Rufe nach einer Umwandlung des Eurogruppendings in einen Fulltimejob, hat Dijsselbloem doch bereits deutlich gemacht, dass er die Aufgabe nur für einen Teilzeitjob hält und auf jeden Fall niederländischer Finanzminister bleiben will. Und da wundere sich einer, dass Europa nicht ganz voll genommen wird...