LUXEMBURG
IZ

„Tour de Schengen“: Europa-Wohngemeinschaft auf Theatertournee durch die Großregion

Eine Wohngemeinschaft mit vier Personen unterschiedlicher Nationalität als kleinstmöglicher Wirtschaftsraum – das ist für viele Jugendliche nachvollziehbar“. So beschreibt Regisseur und Autor Thomas Nufer die Idee hinter seinem Stück, das im Rahmen einer Tournee durch neun Schulen in der Großregion von der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Luxemburg in Kooperation mit HeurekaNet – Freies Institut für Bildung, Forschung und Innovation e.V. organisiert wird. Schirmherrin dieses Projektes ist Corinne Cahen, Ministerin für Familie und Integration sowie Ministerin für die Großregion.

Worum geht es in dem Theaterstück? Vier Schauspieler im Stück stehen stellvertretend für vier europäische Länder und deren Überlebens- und Finanzprobleme in ihrer WG. Paul, der deutsche Hauptmieter, hat sie sich ausgesucht, um sein WG-Leben bunter zu gestalten – und um die Miete aufzubringen... Es wird unablässig gestritten, diskutiert, gekocht und geliebt.

Die unterschiedlichen Lebenseinstellungen und Geldmentalitäten führen zu oftmals grotesken Verrenkungen und Erklärungsmustern: Wer zahlt was in der WG – und bekommt welches Zimmer? Wer bringt Geld mit in die Gemeinschaft und wer muss für seinen Mietanteil zusätzlich arbeiten? Wer ist Sparfuchs und Spaßbremse in der WG?

Ganz nah dran und in der Diskussion

Damit Hintergründe zur Lage in der EU deutlich werden, tritt WG-Chef Paul zweimal im Stück aus seiner Bühnenrolle heraus und diskutiert mit den Zuschauern und einem Europaexperten. „Habe ich die richtigen WG-Bewohner ausgewählt - was meint ihr?“, fragt er die Schülerinnen und Schüler, die um das Tisch-Carré herum direkt am mitunter chaotischen WG-Geschehen sitzen. Er möchte, dass sie Partei ergreifen und will sie so in seine Entscheidungen zu Bewohnern und Haushaltskasse mit einbeziehen. Später verwickelt er die Jugendlichen in ein Gespräch über Europa: „Was denkt ihr über die aktuellen Krisen – habt ihr Befürchtungen, dass sie für Euch persönlich Folgen hat?“ Hinter all den Untergangsszenarien, so macht Paul deutlich, profitieren junge Leute auch heute noch von Reise- und Zollfreiheit, von der Möglichkeit „zu leben und zu arbeiten, wo man will“.

Im Gespräch mit den Europaexperten vor Ort fungiert Paul als Bindeglied zwischen dem Mikrokosmos Wohngemeinschaft und dem Makrokosmos EU: In dieser Verknüpfung lassen sich die Hintergründe der Krisen und der Umgang damit leicht zugänglich vermitteln. Als Europaexperten im Rahmen der Theatervorstellungen konnten viele Abgeordnete des Europa-Parlamentes gewonnen werden. Botschafter Dr. Heinrich Kreft, Yuriko Backes, Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Luxemburg, sowie Christoph Schröder, Leiter des Informationsbüros des Europäischen Parlaments in Luxemburg, werden ebenfalls bei einigen Vorstellungen anwesend sein.

Bei Fragen bezüglich der Anmeldung und/oder zu einzelnen

Schulaufführungen kann man sich an Sonja Walbaum von der

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland wenden:

Email: Rk-102@luxe.diplo.de oder Tel.: 00352-45 34 45 44