LUXEMBURG
JEFF KARIER

„Craft Corner“: Erste „Craft Beer“-Bar Luxemburgs eröffnet

Wer Lust auf ein Bier hat, jedoch etwas anderes sucht als ein Pils, der sollte den „Craft Corner“ aufsuchen. Das ist nämlich die erste „Craft Beer“-Bar des Landes und bietet viel Abwechslung. „Wir haben eine ständig wechselnde Auswahl an Bieren“, erklärt Eric Thibor. Der begeisterte „Craft Beer“-Brauer hat gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Olivier Schaul die Bar im Herzen des Stadtteils Bonneweg eröffnet. „Ich bin hauptsächlich für Einkauf, Logistik und das Brauen der eigenen Biere verantwortlich. Oliver ist der Manager der Bar“, präzisiert Thibor. Darüber hinaus gibt es noch „vier mehr oder weniger stille Teilhaber, aus dem Familien- und Freundeskreis“ sowie zwei Barmen und eine Köchin.

Highlight der Bar

Bevor sich an der Straßenecke Rue de Bonnevoie und Rue du Puits das „Craft Corner“ befand, gab es hier eine Bäckerei und Metzgerei. „Die Besitzer hatten schon ein Jahr daran gearbeitet, aus diesen ein einzelnes größeres Lokal zu machen.“ Vor rund sechs Monaten haben dann Thibor, Schaul und ihr Team damit begonnen, den Laden nach ihren Vorstellungen umzubauen. Dabei hätten sie unter anderem etwas länger als erwartet auf ihre übergroße Bierzapfsäule warten müssen. „Es hat sich allerdings gelohnt“, betont der Inhaber.

Die Bierzapfsäule ist auch das Highlight der Bar, die insgesamt zwölf Hähne umfasst. „Einzigartig in Luxemburg“, wie Thibor betont. Angeschlossen waren zur Eröffnung zehn Biere aus dem In- und Ausland. Darunter etwa das Gezwickelte von Bofferding, das es außer in der Brasserie der Brauerei in Niederkerschen sonst nirgends gibt. Außerdem gab es das IPA „In Your Face“ von „Crew Republic“ aus Deutschland oder auch das „Yellowhammer“ von der „Black Isle Brewery“, ein Pale Ale aus Schottland, vom Fass.

Auch hausgebraute Biere

Im Alltagsbetrieb sollen mindestens neun Biere über die Zapfanlage laufen und noch mal doppelt so viele Flaschenbiere angeboten werden. Die meisten Brauereien, deren Biere hier verkauft werden, haben die beiden Inhaber auch bereits besucht. „So konnten wir uns von der Qualität der Biere überzeugen.“ Ab Ende Januar sollen dann über ein oder zwei der Zapfhähne die eigenen hausgebrauten Biere laufen. Hinzukommen sollen außerdem eigene Sodas.

„Unter anderem sind Limonaden und Tonics geplant. Bei allen Getränken versuchen wir stets interessante Produkte anzubieten, die man so in den meistens Bars nicht findet.“ Das Team setze auf Produkte, die auch ihnen schmecken und bieten eine kleinere, dafür aber abwechslungsreiche Getränkekarte.

Für den kleinen Hunger

Im „Craft Corner“ bekommt man aber auch „Finger Food“ serviert, und zwar ab 12.00. „Als Mittagessen servieren wir montags bis freitags einen Teller mit einer Auswahl von vier Finger Food-Gerichten.“ So wie auch die Getränkekarte wechselt, wechsle auch das Angebot an Essen. Dabei richte sich das Team nach den Jahreszeiten und gehe auch auf das Feedback der Gäste ein.

Auf den rund 50 Quadratmetern Fläche der Bar befinden sich Sitzplätze für etwa 30 Leute. „Daneben ist die Einrichtung so ausgelegt, dass noch etwa genauso viele Personen ohne Drängeln im Stehen Platz haben.“ Im Sommer sei auch eine Terrasse geplant, auf der rund 20 Gäste Platz nehmen können.
Der „Craft Corner ist montags bis mittwochs von 11.00 bis 23.00 und donnerstags bis samstags von 11.00 bis 1.00 geöffnet.

Adresse: 122 Rue de Bonnevoie, Luxemburg