„Stop Aids Now“ feiert am heutigen Freitag sein 25jähriges Bestehen

Seit nunmehr bereits einem Vierteljahrhundert setzt „Stop Aids Now“ sich für die Belange der Aidskranken und HIV-Infizierten ein, und versucht durch eine gezielte Informationspolitik, die Ausbreitung des HI-Virus einzudämmen.

Am heutigen Abend feiert „Stop Aids Now“ seinen 25. Geburtstag ab 18.00 mit einer Veranstaltung im Kapuzinertheater, zu der jeder eingeladen ist. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Performance von Sylvia Camarda und André Mergenthaler, die Vorführung eines Films („Listen“) von Jacques Molitor über die Situation der HIV-Infizierten in Westafrika sowie ein von der Journalistin Renée Wagener moderiertes Rundtischgespräch mit der Direktionsbeauftragten von „Médecins du monde“, Sylvie Martin, dem Präsidenten der beratenden Menschenrechtskommission, Gilbert Pregno, dem Aids-Aktivisten und LSAP-Abgeordneten Marc Angel sowie dem Präsidenten von „Stop Aids Now“, Henri Goedertz.

Letzterer , der zu den Gründungsmitgliedern von „Stop Aids Now“ gehört, kann sich dann auch noch gut daran erinnern, dass die Diagnose, dass einer HIV-positiv ist, vor 25 Jahren noch quasi einem Todesurteil gleichgekommen sei, aber seitdem sei viel geschehen. Man müsse zwar weiterhin sein ganzes Leben lang behandelt werden, hat aber inzwischen eine ganz normale Lebenserwartung.

„Viel bewegt“

Durch den Kampf der Zivilgesellschaft, auch durch Initiativen wie „Stop Aids Now“ sei es gelungen, etwas zu bewegen, unter anderem, dass die Forschung sich weiterentwickelt habe und Medikamente schneller auf den Markt gekommen seien. Hauptsächlich aber, dass die Solidarität zwischen dem Norden und dem Süden sich entwickelt habe, so Henri Goedertz.

So sei im Jahre 2000 quasi keiner in Afrika gewesen, der wegen seiner HIV-Infektion behandelt worden sei, inzwischen seien es über 20 Millionen, die auch in den afrikanischen Ländern eine Behandlung in Anspruch nehmen könnten.

Es sei einfach dieser Einsatz, der sich bezahlt gemacht habe, dass Aids nicht länger als das komplette Schreckensbild dastehe, was es früher einmal gewesen sei. Auch, zumindest in den europäischen Ländern, habe Aids viel von seiner Diskriminierung und Stigmatisierung verloren, was natürlich auch auf die Arbeit der Nichtregierungsorganisationen zurückzuführen ist, so dass man hier dann auch von einem gewissen Stolz erfüllt sei.

Dass die Krankheit viel von ihrem Schrecken verloren habe, habe aber auch dazu geführt, dass viele, insbesondere die jungen Leute, keine Angst mehr vor einer Ansteckung mit HIV hätten, und sich deshalb auch nicht mehr schützen würden.

Luxemburg: 13 Prozent wissen nichts von ihrer Ansteckung

Das könne man unter anderem daran feststellen, dass die sexuell übertragbaren Krankheiten in Europa wieder ansteigen würden, was mit Sicherheit darauf zurückzuführen sei, dass wieder weniger Kondome benutzt würden. Die Angst vor Aids und HIV, die vor 25 Jahren noch bestanden hat, sei inzwischen nicht mehr da. Es gebe neben dem Kondom aber auch noch andere Präventionsmöglichkeiten, wie es inzwischen ja auch eine vorbeugende medikamentöse Behandlung von Risikogruppen gebe.

In Luxemburg gäbe es übrigens ungefähr 13 Prozent, die nichts von ihrer HIV-Infektion wissen würden... St.