LUXEMBURG
ANNETTE DUSCHINGER

Reserven des Pensionsfonds stiegen 2013 um 1,1 Milliarden auf 13,75 Milliarden Euro

Vergangene Woche veröffentlichte der „Fonds de compensation commun au régime général de pension“ seinen Jahresbericht 2013. Und wieder kann man sich über ein exzellentes Resultat freuen. 686 Millionen Euro machten allein die Gelder aus, die der Reservefonds erwirtschaftet hat. Selbst wenn man die neun Millionen abzieht, die die Verwaltung des Fonds gekostet hat, bleibt ein ordentlicher Gewinn von 677 Millionen.

Das sind zwar 194 Millionen Euro und 2,55 Prozent weniger als die angelegten Gelder noch im Rekordjahr 2012 einbrachten und wird damit erklärt, dass die SICAVs weniger einbrachten als im Jahr davor. Dennoch erzielte man mit einem Ertrag von 5,59 Prozent das drittbeste Resultat der vergangenen zehn Jahre.

3,4 Milliarden Ausgaben jedes Jahr

Dazu kommt, dass wir (noch) jedes Jahr mehr Geld durch die Sozialbeiträge einnehmen, als wir ausbezahlen müssen: 13,75 Milliarden befanden sich denn auch Ende letzten Jahres im Pensionstopf. Das sind 1,1 Milliarden mehr als noch Ende 2012. 3,44 Milliarden Euro wurden 2013 an Pensionsgeldern ausbezahlt. Genau vier Jahre lang könnte man also mit den Reserven die Pensionen begleichen, selbst wenn keine Sozialbeiträge mehr erhoben würden. Im Vergleich zum vergangenen Jahr zeigt sich auch hier wiederum ein Anstieg um 0,1 Prozent.

Außergewöhnlich gut war das Resultat aufden Aktienmärkten

Dank der Diversifizierung der Anlagen konnte dieses Resultat erzielt werden, wird im Bericht betont: Außergewöhnlich gut war das Resultat auf den Aktienmärkten, während die Obligationen und Geldanlagen angesichts der niedrigen Zinssätze nur eine eher schwache Leistung brachten. Insgesamt brachten die SICAVs, deren Verwaltung in der Hand von 17 verschiedenen Investment-Institutionen liegt, einen Mehrwert von 655,2 Millionen, was einem Renditesatz von 6,09 Prozent entspricht.

Die Kredite lässt man auslaufenund vergibt keine neuen mehr

So wie in den vergangenen Jahren auch, wurden keine weiteren Kredite weder an Privatleute noch an private und öffentliche Institutionen vergeben. Knapp 2.500 Hypothekenkredite an Privatleute, 15 an Institutionen aus dem Privatsektor und acht aus dem öffentlichen Sektor laufen derzeit noch, drei Viertel davon werden aber in den nächsten zehn Jahren abbezahlt sein. Betrachtet man sich hier die Ertragszahlen, so weiß man warum: Den 7,34 Millionen Euro an Einnahmen standen fast 600.000 Euro Kosten entgegen, sodass sich ein Nettogewinn von 6,75 Millionen Euro und ein Ertrag von 1,93 Prozent ergab.

Mit seinen Immobilien, die Ende 2013 einen Wert von 227 Millionen Euro hatten und aus 650 Hektar Wald sowie Gebäuden mit einer vermieteten Fläche von 99.228 qm bestehen, erzielte der Fonds Nettoeinnahmen von 15,6 Millionen Euro. Hier lag die Rendite demnach bei 7,43 Prozent.