LUXEMBURG
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Konvention zwischen Bildungsministerium und der Caritas-Stiftung: Sechs Quinta-Klassen für Flüchtlinge und Neuankömmlinge ab Herbst

Für den Zugang zur oberen Sekundarstufe und zur Berufsausbildung ist die „5e“ entscheidend. Ab diesem Herbst wird die Stiftung Caritas sechs „5e“-Klassen in der Erwachsenenbildung anbieten, die Flüchtlingen und anderen Neuankömmlingen in Luxemburg den Zugang zu den höheren Klassen des „Lycée“ oder zu einer Berufsausbildung ermöglichen sollen. Bildungsminister Claude Meisch, die Präsidentin der Stiftung Caritas, Marie-Josée Jacobs, sowie Caritas-Direktor Philippe Streff haben gestern die Schaffung dieser Klassen in einer Konvention festgehalten.

Wie es in einer Mitteilung des Bildungsministeriums heißt, sollen sechs „5e générale“-Klassen auf unterschiedlichen Niveaus mit einem im Französischen oder im Deutschen verstärkten Programm, mit Mathematikkursen, Kursen für digitale Kompetenzen und Bürgerkunde angeboten werden. Hinzu kommen Orientierungssitzungen. Über den Zugang zu regulären Sekundarschulklassen oder einer Berufsausbildung werden indes die Zeugnisse und ein Orientierungsgutachten entscheiden.

Wer bereits über ein Diplom verfügt, das den Zugang zu einem Studium ermöglicht, allerdings die sprachlichen Anforderungen für eine Ausbildung an der Universität Luxemburg nicht erfüllt, könne zudem Vorbereitungskurse besuchen, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Eine „Passerelle“-Klasse soll es Kandidaten zudem ermöglichen, im Lauf des Jahres zu den 5e-Klassen hinzuzustoßen.

Die Caritas-Stiftung bietet seit fast zehn Jahren „Passerelle“-Klassen für neu in Luxemburg angekommene Jugendliche und Erwachsene an. Im Zuge der bedeutenden Zuwanderung in Luxemburg in den vergangenen Jahren hat die Abteilung für Erwachsenenbildung des Ministeriums auch Anstrengungen unternommen, um Erwachsenen mittels 9e-Klassen zu einer Qualifizierung zu verhelfen.