LUXEMBURG
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Stéphane Bern würdigt seine Wahlheimat mit „Mon Luxembourg“

Ein wahres Multitalent: Stéphane Bern ist nicht nur Journalist, Fernseh- und Radiomoderator, sondern zeigt jüngst auch wieder seine Autorenqualitäten. Sein neuestes Werk „Mon Luxembourg“ versteht er dabei ganz klar als Lobgesang auf seine Wunschheimat Luxemburg, an die er seit seiner Kindheit gern zurück denkt. „Ich bin hocherfreut, der Welt ‚Mein Luxemburg‘ zu zeigen - das Land meiner Kindheit, ohne das ich nicht die Person wäre, die ich bin. Es ist quasi meine Art zu zeigen, von wo ich komme und wer ich wirklich bin“, erklärte Bern bei der Vorstellung seines Buches am gestrigen Freitagnachmittag im Hotel „Le Place d’Armes“.

Das Werk, reich gefüllt mit Fotos und Eindrücken aus dem ganzen Land, führt von Esch-Sauer bis hinunter nach Esch-Alzette. Es zeige dabei natürlich auch ein etwas verträumteres, ein etwas idealeres Luxemburg - aber das sei auch durchaus so gewünscht, erklärt der Autor. „Meine Zeit in Luxemburg war stets eine idealisierte, eine fantastischere - besonders im Kontrast zu meiner Schulzeit in Paris“, meint Bern lächelnd. Im Buch finden sich daher reichlich Eindrücke der schönen Landschaften aus dem Großherzogtum, die Bern als den „wahren Schatz Luxemburgs“ bezeichnete. Deshalb habe er auch das Schloss von Vianden als Coverbild gewählt: „Die Festungsstadt Luxemburg ist quasi immer das Bild, das die Leute von Luxemburg haben“, verriet er als Grund.

„Nation Branding“ in Buchform

Das Buch „Mon Luxembourg“ könne man daher durchaus als eine Art Defensio Luxemburgs sehen, die damit perfekt in den Trend des „Nation Brandings“ passt. Mit Nationalstolz hielt er auch nicht hinterm Berg: Er wolle die luxemburgische Nationalität anstreben. Als Sohn einer luxemburgischen Mutter verbrachte er als Kind viel Zeit im Großherzogtum, und der 53-jährige erinnert sich auch heute noch gern an die schönen Tage seiner Kindheit, an die Unterhaltungen mit seinen Großeltern und die Ehrfurcht vor der luxemburgischen Monarchie - er sei sogar in der Tat „sehr entsetzt“ gewesen, als er von seinem Vater erfuhr, dass Frankreich keinen Großherzog habe, erklärte der Autor bei der Buchvorstellung lachend. „Dieses Land und die großherzogliche Familie haben meinem Leben eine Richtung, einen Sinn vorgegeben - das werde ich stets in Ehren halten“, meinte Bern abschließend.

Das Buch ist am 9. November im „Flammarion“-Verlag erschienen und kostet 35 Euro.