LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Hygienedienst der Stadt Luxemburg legt Aktivitätsbericht für 2015 vor

Zusammen mit den Dienststellen „Wasser“, „Kanal“ und „Energie“ bildet der Hygienedienst seit 2014 den Fachbereich Energie und Umwelt der Stadt Luxemburg. Gestern Vormittag stellten Stadtschöffin Viviane Loschetter, Nico Pündel, Ingenieur-Direktor des Fachbereichs Energie und Umwelt sowie Marc Weber, Leiter des Hygienedienstes der Stadt Luxemburg, den Aktivitätsbericht des Hygienedienstes für 2015 vor.

2015: 63.026 Tonnen Abfall eingesammelt

Auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg wurden im vergangenen Jahr insgesamt 63.026 Tonnen Abfälle gesammelt. Dies stellt einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr 2014 mit 63.068 Tonnen eingesammelter Abfälle dar, dies bei einer stets steigenden Zahl der Einwohner der Stadt Luxemburg. Ein Großteil der im vergangenen Jahr eingesammelten Abfälle - 37.094 Tonnen - wurde in den SIDOR-Anlagen in Leudelingen verbrannt, wie Loschetter unterstrich.

25.932 Tonnen Abfälle wurden im vergangenen Jahre in der Stadt Luxemburg getrennt eingesammelt, unter anderem 7.791,82 Tonnen Papier (30 Prozent), 5.044,29 Tonnen Glas (19 Prozent), 2.471,08 Tonnen biologisch abbaubarer Müll (zehn Prozent), 1.667,48 Tonnen Bauschutt (sechs Prozent sowie 1.259,66 Tonnen Holz (fünf Prozent).

Illegal abgelagerter Müll nimmt zu

Auf dem gesamten Stadtgebiet verfügt der Hygienedienst über 63 Sammelstellen für Glas und Papier, die sogenannten Iglus, die regelmäßig geleert werden. Und trotzdem bereiten sie den Verantwortlichen einiges Kopfzerbrechen, wie Loschetter gestern unterstrich. Nicht weniger als 342 Tonnen illegal abgelagerter Abfälle mussten die Mitarbeiter des Hygienedienstes im vergangenen Jahr hier wegräumen, was für die Stadt Luxemburg 2015 Unkosten in Höhe von 820.000 Euro bedeutete. Im vergangenen Jahr konnten 90 „Müll-Verursacher“ ermittelt werden, ihnen wurde eine Rechnung in Höhe von jeweils 148 Euro zugestellt. Mit großer Spannung wartet Viviane Loschetter in diesem Zusammenhang auf die von Innenminister Dan Kersch vorzulegende Gesetzesvorlage betreffend die Befugnisse der Gemeindeagenten („Pecherten).